Röthis verbindet eine lange Weinbautradition mit markanten Zeugnissen der Orts- und Baugeschichte. Für Reisende, die Kultur und lokale Weinbezüge schätzen, stehen mehrere konkrete Themen zur Wahl: der Torkelbaum von 1674, zwei GoTrails mit unterschiedlichen Schwerpunkten sowie Bauwerke aus verschiedenen Epochen. So lässt sich der Aufenthalt nach Interesse ordnen – vom Weinbau über technische Geschichte bis zu Architektur.
Weinbau und Torkelbaum
In Röthis wird seit der ersten urkundlichen Erwähnung ununterbrochen Weinbau betrieben. Örtliche Winzer bewirtschaften etwa zwei Hektar Rebfläche. Der Torkelbaum (Pressbaum) stammt aus dem Jahr 1674 und zählt zu den ältesten erhaltenen Baumpressen Österreichs. Schautafeln direkt beim Torkelbaum erklären seine frühere Funktion. Damit reicht der Weinbezug vom fortgesetzten Anbau bis zur historischen Pressentechnik: Die Tradition begegnet sowohl als Thema der Gemeinde als auch in einem erhaltenen technischen Zeugnis.
Zwei GoTrails mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der GoTrail „Rautina und die Jagd nach der blauen Traube“ führt am jahrhundertealten Torkelbaum und an den Röthner Weinbergen vorbei. Er ist etwa vier Kilometer lang, umfasst 21 Stationen und dauert ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden. „Floriani Red und die Feuerwehr Röthis“ setzt einen anderen Akzent: Der GoTrail ist als Hydranten-Rallye gestaltet, etwa drei Kilometer lang und umfasst 25 Stationen; die Dauer beträgt ungefähr eine bis eineinhalb Stunden.
Nach diesen Richtwerten ist die Rautina-Tour länger und zeitaufwendiger, während Floriani Red vier Stationen mehr hat. Beim Vergleich zählt daher nicht nur die Stationszahl: Die eine Route führt an Weinbergen und Torkelbaum vorbei, die andere greift das Feuerwehrthema auf und hat eine kürzere geschätzte Dauer. Für die Planung lohnt es sich, Thema, Länge und Zeitbedarf gemeinsam zu gewichten. Die Routenangaben können sich ändern; prüfen Sie die aktuellen Details vor dem Start.
Baukultur und Ortsgeschichte
Das Röthner Schlössle wurde vermutlich im 16. Jahrhundert vom Feldkircher Patriziergeschlecht der Litscher erbaut. An seiner Südseite befindet sich eine gemalte Sonnenuhr, die auf das Jahr 1676 datiert ist. Das alte Schulhaus von Röthis stammt aus dem Jahr 1908 und ist ein typisches Volksschulgebäude der k. u. k. Monarchie. Die Sonnenuhr und das Schulhaus geben damit unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte für den Blick auf die Baugeschichte des Ortes.
Das Musikhaus von Cukrowicz Nachbaur Architekten ist ein beispielhaftes Objekt der Vorarlberger Baukunst; im Erdgeschoss befindet sich ein Café. Die katholische Pfarrkirche St. Martin zählt zu den wichtigen Gebäuden in Röthis. Der historische Kern liegt südwestlich der denkmalgeschützten Pfarrkirche. Im historischen Kern befindet sich außerdem eine Weinhandlung in einem mehr als 200 Jahre alten Bauernhaus; sie liegt im Erdgeschoss und im Keller.
Als anderer Aktivitätsschwerpunkt kommt der Fitnessparcours im Waldgebiet Ganta-Loresch hinzu. Das Waldgebiet liegt im Gemeindegebiet von Weiler und Röthis. So ergänzen sportbezogene Aktivitäten die weinbezogenen und architektonischen Themen des Ortes.
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