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Beinwil (Freiamt) liegt am Osthang des Lindenbergs, im oberen Bünztal und in der Region Freiamt. Die Gemeinde im Bezirk Muri umfasst fünf Dörfer und ist von einer hügeligen Natur- und Kulturlandschaft geprägt: Wiesen, Wälder und landwirtschaftlich genutzte Flächen wechseln einander ab. So verbinden sich in Beinwil Landschaft, religiöse Orte und Zeugnisse der regionalen Bau- und Gewerbegeschichte.

Landschaft und Wege am Lindenberg

Wanderwege und Velorouten beginnen direkt im Dorf Beinwil und führen über den Lindenberg. Wer sich für die Landschaft interessiert, findet darin einen eigenen Schwerpunkt neben den Kirchen und historischen Bauwerken. Die Routen sind nicht näher bezeichnet; als Orientierung dienen daher die beiden konkreten Bezugspunkte Dorf und Lindenberg, nicht ein bestimmter Rundkurs.

Der St.-Burkards-Pilgerweg

Der 2004 angelegte St.-Burkards-Pilgerweg beginnt bei der Kirche Beinwil. Südlich der Wallfahrtskirche verläuft er auf einem gut gepflegten Naturweg durch das Aussendorf und an einem ruhigen Bach entlang; nördlich führt er zurück zur Kirche. Die Strecke ist etwa 800 Meter lang und kann von Familien, älteren Menschen sowie Pilgerinnen und Pilgern im Rollstuhl genutzt werden. Damit ist der Weg eine kurze, klar umrissene Möglichkeit, Bewegung und die religiöse Geschichte des Ortes miteinander zu verbinden.

Vier Stationen greifen die Themen „Ruhe und Besinnen“, „Dialog mit St. Burkard“, „Begegnung“ und „Natur“ auf. Sie setzen einen anderen Akzent als die Wanderwege und Velorouten über den Lindenberg: Beim Pilgerweg stehen Besinnung und die Kirche im Mittelpunkt, während die übrigen Routen über die Landschaft hinausführen. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche steht auf einem natürlichen Moränenhügel im östlichen Teil des Dorfs. Ihr markanter Turm ist weithin sichtbar und gilt als Wahrzeichen der Gegend; urkundlich erwähnt wurde die Kirche erstmals 1239.

Südöstlich der Kirche befindet sich das als heilkräftig geltende St.-Burkards-Brünnlein. Die heutige Brunnenstube ist einer Wegkapelle nachempfunden und trägt die Jahreszahl 1757. Kirche, Pilgerweg und Brunnen bilden damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Auseinandersetzung mit der religiösen Ortsgeschichte.

Bau- und Kulturgeschichte

Ein Zeugnis der Gewerbegeschichte ist die Sägerei Eichmühle. Sie wurde 1862 als Ersatz für einen älteren, baufällig gewordenen Vorgängerbau errichtet. Wasserradantrieb, Antriebsmechanismus und Sägeeinrichtung sind weitgehend vollständig erhalten. Gerade das Zusammenspiel dieser Teile verleiht der Anlage ihren bau- und gewerbegeschichtlichen Zeugenwert.

Schloss Horben liegt südwestlich von Beinwil und ist ein integral geschütztes Kulturobjekt von nationaler Bedeutung. Erbaut wurde es 1700 und 1701 unter Abt Plazidus Zurlauben als Erholungsheim für die Konventualen des Klosters Muri. An der Ausführung waren Maurer Hans Rey und Zimmermann Hans Mäder beteiligt. Südlich des Schlosses steht die Kapelle St. Wendelin in Horben, ein integral geschütztes Kulturobjekt von regionaler Bedeutung. Zu ihrer Ausstattung gehört eine 60 Kilogramm schwere Glocke, die Keiser 1782 in Zug goss.

Auch Wallenschwil hat mehrere historische Bezüge. Die Kapelle St. Laurentius wird mit einer Kirche in Walenswil in Verbindung gebracht, die 1064 in der Acta Murensia erwähnt wurde. 1745 ließ Fürstabt Gerold I. Haimb in der Kapelle einen Altar renovieren und neu erbauen. Das Patrozinium der Kapelle wird jährlich am 10. August dort gefeiert. Westlich von Wallenschwil weisen Mauerreste und Funde kleiner Gebrauchsgegenstände auf eine Besiedlung während der Römerzeit hin; das Dorf selbst wurde 1153 erstmals urkundlich erwähnt.

Weitere Möglichkeiten in Horben und Wallenschwil

Für Reitunterricht bietet Islandpferde Wallenschwil Privat-, Halbprivat- und Gruppenunterricht an, entweder auf Schulpferden oder auf eigenen Pferden. Vorabsprachen können erforderlich sein. In Horben ist die Alpwirtschaft mit dem Auto erreichbar. Restaurant und Saal sind vom ebenen Parkplatz über eine sanfte Rampe mit dem Rollstuhl zugänglich.

Weitere Reiseziele entdecken: Besenbüren, Aristau, Bünzen, Sins, Abtwil, Muri, Mühlau.

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