Das ehemalige Wasserschloss und das Holeeschloss zeigen zwei unterschiedliche Kapitel der Binninger Baugeschichte; das Ortsmuseum und die Fasnacht ergänzen diese Perspektive um Orts- und Veranstaltungsgeschichte. Für einen Aufenthalt lassen sich Architektur, lokale Geschichte und konkrete Aktivitäten als eigene Schwerpunkte betrachten.
Binningen im Leimental
Binningen liegt im Leimental auf etwa 292 Metern über dem Meeresspiegel und grenzt im Norden und Osten an die Stadt Basel. Das Gemeindegebiet umfasst 4,46 km²: 72 Prozent entfallen auf Siedlungsflächen, 21 Prozent auf Landwirtschaftszonen und 7 Prozent auf Wald. Auch der Birsig gehört zur geografischen Einordnung: Binningen ist die letzte Gemeinde am Fluss, bevor dieser in Basel in den Rhein mündet.
Schlösser, Kirche und Ortsgeschichte
Das ehemalige Wasserschloss Binningen wurde wahrscheinlich 1293 errichtet. Das Holeeschloss entstand um 1553; der spätgotische Landsitz zählt zu den historisch, kunsthistorisch und siedlungsgeschichtlich bedeutendsten Baudenkmälern der Gemeinde. Die St.-Margarethen-Kirche ist das Wahrzeichen Binningens. Vermutlich wurde sie auf einem keltischen Heiligtum errichtet.
Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung Binningens stammt aus dem Jahr 1004. 2004 feierte die Gemeinde diese Marke mit einem Fest unter dem Titel «Botz 1000». Das Gemeindewappen geht auf das Familienwappen der Basler Familie «von Binningen» zurück, das von 1292 bis 1300 bezeugt ist; die Gemeinde übernahm es 1921. Diese Daten setzen unterschiedliche historische Bezugspunkte: die erste erhaltene Erwähnung, ein belegtes Familienwappen und dessen spätere Übernahme durch die Gemeinde.
Ortsmuseum und weitere Entdeckungen
Das Ortsmuseum Binningen zeigt auf vier Stockwerken Sammlungen zur Zeitgeschichte und zu Epochen, die weit über die Gründungszeit Binningens im Jahr 1004 hinausreichen. Der Eintritt ist kostenlos; prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Besuchsbedingungen. Ein besonderes Kapitel der lokalen Industriegeschichte ist die Stecknadelfabrik Binningen: Ihr Betrieb wurde 1943 nach Binningen verlegt und unter dem Namen «IRIS Stecknadeln AG» bis 1991 weitergeführt. Das Ortsmuseum erhielt die gesamte Fabrikationsanlage. Im LEbrickGO Museum gibt es außerdem eine Bauecke für Kinder.
Kaffeehaus und Fasnacht
Die Frühstücksstube des Hotels im Schloss Binningen ist zugleich ein öffentliches Kaffeehaus mit Gartensitzplätzen. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob der öffentliche Betrieb am gewünschten Tag angeboten wird. Das renovierte Schloss beherbergt heute außerdem ein renommiertes Restaurant; auch dessen Angebot sollten Sie vor der Reise prüfen.
Beim Umzug der Binninger Fasnacht ziehen Cliquen, Wagen, Guggenmusiken, Chaisen und «Schissdräggziigli» in traditionellen Kostümen und Larven durch die Strassen. Das Comité organisiert den Umzug; Einzelheiten variieren je nach Ausgabe. Wenn Sie Ihre Reise auf die Fasnacht abstimmen möchten, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Ausgabe. Die Veranstaltungsgeschichte reicht bis 1991 zurück: Eine erste kleine Fasnacht wurde mit 274 Aktiven in 20 Einheiten erfolgreich durchgeführt. Im Herbst desselben Jahres wurde das Binniger Fasnachts-Comité gegründet.
Velorouten, Wanderung und Sternwarte
Durch Binningen führen zahlreiche markierte Velorouten. Da Beschilderung und Verlauf sich ändern können, prüfen Sie vor dem Start die aktuelle Routenführung. Das BLT-Tram von und nach Rodersdorf nimmt Fahrräder mit; erkundigen Sie sich vor der Fahrt nach den geltenden Bedingungen für die Mitnahme.
Die Wanderung Gempen–Binningen führt am Dorenbach entlang bis zum Ziel in Binningen. Routendetails und Wegverhältnisse können sich ändern, deshalb lohnt sich eine Prüfung vor dem Aufbruch. In Binningen befindet sich außerdem die Sternwarte St. Margarethen, eine Volkssternwarte und meteorologische Beobachtungsstation. Wenn Sie einen Besuch planen, informieren Sie sich vorab über die Besuchsmöglichkeiten.
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