Ettingen liegt im Leimen- beziehungsweise Birsigtal auf 331 Metern über Meer am Fusse des Blauen. Für einen Aufenthalt bieten sich unterschiedliche Schwerpunkte an: Natur, Weinbau, Dorfgeschichte oder eine Wander- und Mountainbike-Route. Wer die passende Unterkunft sucht, kann zunächst überlegen, welche dieser Seiten des Ortes für die Reise wichtig ist.
Natur, Rebfläche und Wald
Das Naturschutzgebiet «Büttenenloch-Stapflen» ist als Objekt von regionaler Bedeutung in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft aufgenommen. Zu seinen Schutzzielen gehören die Erhaltung und Förderung standortgemässer Waldgesellschaften mit ihrer typischen Fauna und Flora sowie ungestörter Felsstandorte mit charakteristischen Lebensgemeinschaften. Für Naturinteressierte sind damit sowohl Wald- als auch Felslebensräume wichtige Aspekte des Schutzgebiets.
Auch die Flächenverteilung auf Gemeindeebene gibt einen Eindruck von Ettingens Landschaft: Das 635 Hektar grosse Gebiet besteht zu 50 Prozent aus Wald, zu 35 Prozent aus Landwirtschaftsfläche und zu 15 Prozent aus Siedlungsgebiet. Wald ist damit der grösste der drei genannten Anteile. Die Ettinger Rebfläche bildet daneben ein zusammenhängendes Gebiet von 3,86 Hektar. Sie wird von 18 Bewirtschaftern gepflegt, darunter einem hauptberuflichen Winzer. Zusammen zeigen Flächengrösse und Zahl der Bewirtschafter den Weinbau als klar umrissenen örtlichen Schwerpunkt.
Museum und Ortsgeschichte
Das Dorfmuseum Ettingen präsentiert ortsgeschichtliche Objekte sowie Geräte der Forst- und Landwirtschaft. Für Gruppen können die Öffnung des Museums und Führungen auf Anfrage auch zu anderen Zeiten vereinbart werden. Klären Sie eine solche Vereinbarung vor der Anreise, wenn der Besuch Teil Ihrer Planung ist.
Eine weitere Station der Ortsgeschichte ist die Ruine Fürstenstein: Die zerfallene Burganlage liegt im Wald oberhalb von Ettingen. Erstmals erwähnt wurde die Burg 1302 als bischöfliches Lehen der Rothberger. Für die politische Geschichte des Ortes markieren 1815 und 1833 zwei unterschiedliche Stationen: Auf dem Wiener Kongress wurde Ettingen dem Kanton Basel zugesprochen; nach der Basler Kantonstrennung ging es 1833 an den Kanton Basel-Landschaft über.
Wanderung und Mountainbike
Die BLKB-Bänkliwanderung beginnt an der Haltestelle Ettingen Bahnhof der Tramlinie 10. Von oberhalb der Kirche Ettingen am Waldrand führt der Wanderweg durch den Wald in das Gebiet Rinelfingen. Startpunkt und Streckenverlauf geben der Tour einen anderen Zuschnitt als einer Runde mit dem Mountainbike.
Die Blauen-Route ist eine 31,20 Kilometer lange Mountainbike-Rundstrecke mit Start und Ziel in Ettingen. Auf dem Rückweg führt sie an der Ruine Landsron vorbei; diese liegt ausserhalb Ettingens. Für die Planung lohnt es sich, die beiden Ruinen auseinanderzuhalten: Fürstenstein ist die Burganlage im Wald oberhalb von Ettingen, während Landsron als Zielpunkt am Rückweg der Blauen-Route genannt wird.
Markt und Verbindungen
Der Guggermärt findet bei jeder Witterung statt. Wenn der Markt für Ihre Reise wichtig ist, prüfen Sie den Veranstaltungstermin für Ihren Reisezeitraum. Bei den Verbindungen führen die BLT-Tramlinien 10 und 17 von Ettingen nach Rodersdorf beziehungsweise in die Stadt Basel; die Buslinie 68 verbindet Ettingen mit Hofstetten und Aesch. Prüfen Sie für Ihren Reisetag die Fahrpläne und beziehen Sie den Startpunkt der gewählten Route in Ihre Planung ein.
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