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Zwölf Tafeln erzählen auf dem WeinWanderWeg Aesch vom Weinbau und von den Arbeiten im Rebberg über das Jahr hinweg. Zusammen mit historischen Orten, Wanderwegen und Angeboten am Wasser zeigt sich Aesch als Ziel, dessen Reize sich auf unterschiedliche Interessen verteilen.

Weinbau und Rebwege

Der WeinWanderWeg vermittelt Hintergründe zum Weinbau und zu den jahreszeitlichen Arbeiten im Rebberg. Das macht ihn besonders interessant für alle, die eine Landschaft nicht nur betrachten, sondern auch ihre Nutzung kennenlernen möchten. Am Aescher Chlusberg liegt der Rebberg, der mit etwa 16 Hektar der größte im Kanton Basel-Landschaft ist.

Auch eine Führung bei Peter’s Reben stellt den Rebberg in den Mittelpunkt. Zum Angebot gehören ein kleiner Imbiss und ein Apéro mit drei Weinen. Wer Weinbau und Verkostung verbinden möchte, findet darin eine andere Möglichkeit als den Rundgang mit seinen Informationstafeln.

Ein weiterer Anlass rund um den Wein ist der Räbesunntig in der Klus. Er findet jeweils am letzten Sonntag vor den Sommerferien statt. Etwa zehn Winzerfamilien laden zur Verkostung des neuen Jahrgangs und zu kulinarischen Winzerspezialitäten in ihren Beizlis ein. Da das konkrete Datum variiert, sollten Sie es für Ihre Reiseplanung prüfen.

Dorfgeschichte und besondere Bauwerke

Das sogenannte Käppeli, Aeschs Wegkapelle, wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet. Seit 1970 steht sie unter kantonalem Schutz und ist zusätzlich vom Bund geschützt. Sie ist die einzige Wegkapelle dieser Art im Kanton Basel-Landschaft – ein prägnanter Anlaufpunkt für Reisende mit Interesse an regionaler Baugeschichte.

Im Heimatmuseum Aesch treffen mehrere Themen aufeinander: Weinbau, Dorfgeschichte, Vereinsleben sowie Ur- und Frühgeschichte. Das Museum befindet sich in einem 400 Jahre alten Bauernhaus, dem Kesslerhaus. Ein Teil der Ausstellung widmet sich dem amerikanischen Bomber „Lazy Baby“, der im Oktober 1943 in Aesch notlanden musste.

Auch das Blarer Schloss und die Kirche St. Joseph ergänzen den historischen Blick. Die Familie Blarer von Wartensee baute das Schloss um 1606 zu einem adeligen Sitz um; der Gartenpark dahinter ist für Besucher frei zugänglich. Die römisch-katholische Kirche St. Joseph wurde am 7. September 1841 eingeweiht. 1942 malte Hans Stocker ein großes Fresko an ihre Chorwand, das Christi Himmelfahrt darstellt.

Wanderungen, Birs und Burgenerlebnisse

Wer zu Fuß unterwegs sein möchte, kann unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Auf dem gut ausgeschilderten Birsuferweg geben elf Thementafeln Einblick in die Naturwerte der Birs und den Einfluss des Menschen auf den Birsraum. Die Birs dient Aesch zudem als Trinkwasserlieferantin. Die Themen am Uferweg und die Bedeutung des Flusses für die Gemeinde bieten so zwei verschiedene Blickwinkel auf die Birs.

Die Burgenwanderung führt zur Ruine Pfeffingen. Dort gibt es Hörgeschichten, Aussichtspunkte und zahlreiche Feuerstellen; auf dem Rückweg verläuft die Route entlang des Chlusbachs nach Aesch. Eine Rundwanderung beginnt am Bahnhof Aesch und folgt der ViaJura zur Burgruine. Eine weitere Routenbeschreibung führt über den Grat der Eggflue und verbindet den Weg mit einem Panoramablick über das Baselbiet. Die Burgenzauber-Route kann mit E-Bike, Velo oder Gravel-Bike befahren werden. Eine Wanderroute verbindet Aesch außerdem mit der Burgruine Pfeffingen und dem historischen Glögglifelspass, einem mittelalterlichen Felsdurchbruch oberhalb der Birs.

Weitere Entdeckungen

Das Gartenbad Aesch-Pfeffingen bietet verschiedene Becken: ein beschattetes Babybecken, einen Spielbach, ein Nichtschwimmerbecken mit 50 bis 135 Zentimetern Wassertiefe, ein Schwimmerbecken und ein Sprungbecken mit zwei Ein-Meter- und einem Drei-Meter-Sprungbrett. Hinzu kommt eine 62 Meter lange Wasserrutschbahn. Die konkreten Becken und ihre unterschiedlichen Tiefen bieten eine klare Orientierung für alle, die ein Badeangebot in ihre Reise einbeziehen möchten.

Für einen anderen Zugang zum Ort gibt es „aesch bigott“, einen interaktiven, smartphonegestützten Dorfrundgang durch Aesch. Er ist kostenlos, erfordert keine Buchung und kann eigenständig zu jeder Tages- und Nachtzeit absolviert werden. Die Projektwebsite stellt die Besucherhinweise bereit.

Ob Weinbau, Ortsgeschichte, Wanderwege oder ein Rundgang per Smartphone im Vordergrund steht: Aesch bietet mehrere eigenständige Themen für die Reiseplanung. So können Sie den Schwerpunkt passend zu Ihren Interessen wählen, statt alle Entdeckungen in ein einziges Programm zu packen.

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