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Schönenbuch liegt im Sundgau auf etwa 355 Metern über dem Meeresspiegel. Frankreich umschließt die Gemeinde auf drei Seiten; die einzige Schweizer Verbindung weist in Richtung der Baselbieter Gemeinde Allschwil. Als Gemeinde im Bezirk Arlesheim gehört Schönenbuch zum Kanton Basel-Landschaft. Die besondere Grenzlage zeigt sich auch in der Landschaft und in der Geschichte des Ortes.

Ländliche Landschaft und Hochstammobstbäume

Landwirtschaftsflächen nehmen 71 Prozent der Gemeindefläche ein, Siedlungsflächen 27 Prozent und Wald zwei Prozent. Landwirtschaft prägt damit das Landschaftsbild deutlich, während auch das Dorf selbst einen beträchtlichen Flächenanteil ausmacht. Hochstammobstbäume gehören zu dieser Umgebung: Sie prägen das Landschaftsbild und bieten vielen Tierarten Nistplätze, Nahrung und Unterschlupf. Wer sich für die Verbindung von Kulturlandschaft und Natur interessiert, findet hier einen konkreten Blick auf beides.

Wege zwischen Geschichte und Grenze

Der Geschichtspfad LeimentalPLUS führt interaktiv und spielerisch durch Oberwil, Allschwil und Schönenbuch. Mit dem Smartphone erfahren Sie Wissenswertes über die Geschichte der Region und können bei Quizfragen Punkte sammeln. Die Route stellt damit den regionalen Blick in den Mittelpunkt: Schönenbuch ist eine Station innerhalb eines Weges, der auch die beiden anderen Gemeinden einbezieht.

Eine andere Ausrichtung bietet die Wanderung «Grenzwandern vor den Toren von Basel». Sie führt entlang der Landesgrenze hinunter nach Schönenbuch. Prüfen Sie vor der Wanderung die örtlichen Wegbedingungen. Von der Haltestelle «Schönenbuch, Dorf» fährt ein Bus zurück nach Basel; für die Planung lohnt sich ein Blick auf den Fahrplan.

Der Wasserturm: ein Besuch nach Absprache

Der 31,4 Meter hohe Wasserturm wurde 1990 eingeweiht. Mit seinem Reservoir sichert er seither die Wasserversorgung der Gemeinde. Eine Besichtigung ist nach Absprache möglich und muss im Voraus vereinbart werden. Der Turm hat keinen Lift; für den Besuch sind etwa 160 Stufen zu Fuß zu bewältigen. Klären Sie die Besuchsmodalitäten vorab und berücksichtigen Sie die Treppen bei Ihrer Planung.

Kirche, Kapellen und Ortsgeschichte

Die Kirche St. Johannes der Täufer wurde 1825 erbaut. Schönenbuch besaß zuvor eine Kapelle und wurde 1862 eine selbstständige Pfarrei. Eine weitere kirchliche Station ist die Nikolauskapelle, die 1627 unter Bischof Wilhelm Rink von Baldenstein wiederaufgebaut wurde. Evangelisch-reformierte Christinnen und Christen feiern in der Kirche St. Johannes der Täufer monatlich Gottesdienst; die Termine können sich ändern.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schönenbuch 1315. Zur Geschichte gehören auch Verbindungen zum Basler Kloster St. Klara und zum ehemaligen Fürstbistum Basel. Das seit 1945 offizielle Gemeindewappen verwendet Kantons- und Landesfarben und verweist auf das in der Gegend auffällige Buchengehölz.

Landwirtschaft über die Grenze hinweg

Die Grenzlage ist auch Teil der landwirtschaftlichen Geschichte. Die wechselhafte Geschichte des benachbarten Elsass, der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 und die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts prägten die Landwirtschaft Schönenbuchs. Zugleich bewirtschaften die Landwirte einen guten Teil ihrer Felder auf elsässischem Boden. Mit entsprechender Bewilligung bringen sie die Ernte per Zollfreipass in die Schweiz. So stehen Grenzwege, Ortsgeschichte und die fortgeführte landwirtschaftliche Praxis nebeneinander, ohne dass sie zu einer einzigen Route oder einem einzigen Ausflug verbunden werden müssen.

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