Zum Inhalt

Das Landwasserviadukt ist 65 Meter hoch und 136 Meter lang; die gemauerte Bogenbrücke hat sechs Gewölbe. Von der im Wald gelegenen Aussichtsplattform Acatos sehen Sie das Viadukt, den steil abfallenden Hang und den Fluss Landwasser. Der Fußweg dorthin dauert vom Bahnhof Filisur ungefähr 25 Minuten. Ein weiterer Fußweg führt von der Kantonsstraße zu den Pfeilern des Viadukts und zu einer Aussichtsplattform.

Bahn und Viadukt erleben

Am Bahnhof Filisur widmet sich der umgebaute alte Bahnwagen «Filusio» optischen Täuschungen zu verschiedenen Bahnthemen. Im Showroom am Bahnhof wird die Geschichte der UNESCO-Welterbestrecke der Rhätischen Bahn und des Landwasserviadukts erzählt. Der Landwasser Express fährt von Filisur direkt zu einem Aussichtspunkt am Viadukt. Während der Fahrt erhalten Sie Informationen zum Viadukt, zur Albulalinie und zum Welterbe der Rhätischen Bahn. Am Ziel gibt es einen Informationskiosk, Sitzgelegenheiten und eine Grillstelle. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Betriebsangaben; Details können variieren und die Einrichtungen am Ziel sich ändern.

Wanderwege mit unterschiedlichem Verlauf

Die 4-Viaduktewanderung beginnt am Bahnhof Filisur und führt über Wiesen und durch Wälder bis zum Bahnhof Wiesen, bevor sie zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Auf dem Weg liegt auch ein 89 Meter hoher Viadukt. Eine andere Tourenführung bietet die zweite Etappe des Natura Trail Parc Ela 2: Sie verläuft von Filisur über Crap Furò und Surava nach Tiefencastel, bietet einen nahen Blick auf das Landwasserviadukt und führt am schattigen Ufer der Albula ins Tal hinab. Während die 4-Viaduktewanderung nach Filisur zurückkehrt, endet die beschriebene Etappe in Tiefencastel. Prüfen Sie vor der 4-Viaduktewanderung die Bedingungen für den Weg.

Auch die Winterwanderung Filisur–Visura bietet eine eigene Perspektive: Von der Route aus sehen Sie das Albulatal und das Dorf Filisur. Da es sich um eine Winterwanderung handelt, empfiehlt es sich, die Bedingungen vor dem Aufbruch zu prüfen.

Dorfgeschichte und Architektur

Filisur ist im nationalen Inventar für Kulturgüter verzeichnet und gilt als eines der besterhaltenen Engadiner Straßendörfer. Die Häuser des Dorfes sind vom Engadiner Baustil geprägt. Ein konkretes Beispiel steht an der Dorfstraße 84: Das Haus wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut und weist üppige Fassadenmalereien auf. Die spätgotische reformierte Kirche entstand im 15. und 17. Jahrhundert aus einer mittelalterlichen Anlage.

Auch die Umgebung erzählt von früheren Nutzungen. Bei Bellaluna nahe Filisur sind das Knappenhaus und das Direktionshaus der früheren Schmelzanlagen erhalten. Die Burgruine Greifenstein war das Zentrum der Herrschaft Greifenstein, zu der Filisur, Bergün, Latsch und Stugl/Stuls gehörten.

Anreise und weitere Möglichkeiten

Filisur ist mit der Rhätischen Bahn auf der UNESCO-Welterbestrecke in Richtung Engadin erreichbar. Die FiliTour kann am Bahnhof Filisur oder am westlichen Dorfeingang beginnen; ein Fußweg führt vom Bahnhof ins Dorf. Der Viaduktshuttle verkehrt regelmäßig zwischen Filisur und Alvaneu. Da die Betriebszeiten variieren können, prüfen Sie die aktuellen Angaben vor der Fahrt.

Im weiteren Umfeld von Bergün Filisur bietet die Naturlandschaft mit Wiesen, Wäldern, Bächen, Bergseen und Gipfeln Möglichkeiten zum Trailrunning und für Bewegung im Freien. Zum regionalen Wintersportangebot gehören Schlitteln, Skifahren, Langlaufen, Eislaufen, Curling, Winterwandern, Schneeschuhwandern und Skitourengehen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bivio, Bergün, Vaz/Obervaz, Salouf, Alvaschein, Lantsch/Lenz, Mons, Riom-Parsonz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Albula.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.