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Die Kirchen Mons’ erzählen unterschiedliche Baugeschichten: St. Cosmas und St. Damian ist über 1000 Jahre alt; die barocke Kirche St. Franziskus entstand im 17. Jahrhundert. Wandmalereien, Fresken und eine historische Orgel führen durch mehrere Jahrhunderte Ortsgeschichte. Auch die Wanderwege setzen verschiedene Akzente – von der längeren Veia digl Pader bis zum Winterwanderweg und einem Panoramaweg mit rätoromanischer Poesie.

Zwei Kirchen, verschiedene Bauzeiten

Die alte Kirche St. Cosmas und St. Damian steht an der historischen Durchgangsstraße. Ihr Turm besitzt gekuppelte Rundbogenfenster; außerdem sind dort Spuren einer Darstellung des heiligen Christophorus erhalten. Christophorus gilt als Schutzheiliger der Reisenden und gibt dem Bildmotiv einen besonderen Bezug für unterwegs. Der Grundriss der ehemaligen Pfarrkirche mit Saalraum und halbrunder Apsis weist auf einen frühromanischen Bau hin.

Auch die Wandmalereien erzählen von unterschiedlichen Zeiten. Die Malereien der ehemaligen Pfarrkirche stammen aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und werden stilistisch dem sogenannten Rhäzünser Meister zugeschrieben. Fresken im Chor und im südlichen Teil des Schiffs stammen dagegen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und werden dem lombardischen Kunstkreis zugeordnet. Im Schweizer Inventar der Kulturgüter für Graubünden ist die alte Kirche als Kulturgut der Kategorie B eingestuft.

St. Franziskus ist eine barocke Kirche, die zwischen 1643 und 1648 erbaut wurde. Sie gilt als Hauptwerk des Baumeisters Giulio Rigaglia aus Roveredo im Misox. Die Ausgabe des Schweizer Inventars vom 1. Januar 2026 führt die katholische Kirche samt Pfarrhaus als Kulturgut der Kategorie A auf.

Ein Freskenzyklus von 1647, geschaffen von Johann Rudolf Sturn, wurde bei der Renovation von 1974 bis 1976 wieder freigelegt. Zur Geschichte der Kirche gehört auch eine Orgel: Abbrederis schuf sie 1690, 1712 wurde sie nach Mons gebracht. So lassen sich an St. Franziskus Bauzeit, Malerei und historische Ausstattung jeweils zeitlich einordnen.

Eine frühe Namensspur reicht bis um 1001 zurück: Damals wurde Mons erstmals unter dem Namen „de Maune“ erwähnt. Zusammen mit den Kirchenbauten gibt diese Datierung einen knappen zeitlichen Rahmen für die Ortsgeschichte.

Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die 13,1 Kilometer lange Wanderung Veia digl Pader beginnt in Stierva, führt über Plangs nach Mons und weiter bis Savognin. Damit umfasst die Routenbeschreibung sowohl den Abschnitt bis zum Ort als auch die Fortsetzung in Richtung Savognin. Für die Anreise zur Veia digl Pader mit dem Postauto zwischen Tiefencastel und Stierva gilt eine konkrete Bedingung: Die Fahrt erfolgt nur nach Voranmeldung, spätestens eine Stunde vor der Abfahrt.

Der Abschnitt der Via Sett zwischen Mons und Savognin verläuft auf der Veia digl Pader. Er führt durch eine vielfältige Kulturlandschaft mit ehemaligen Ackerterrassen und prähistorischen Siedlungsplätzen. Die Namen bezeichnen hier also unterschiedliche Perspektiven auf einen Routenabschnitt: Die Veia digl Pader ist als Wanderung von Stierva bis Savognin beschrieben, während die Via Sett den Teil zwischen Mons und Savognin hervorhebt.

Eine andere saisonale Möglichkeit ist der Winterwanderweg von Mons nach Stierva, der eine großartige Aussicht auf das untere Albulatal bietet. Auf dem Panoramaweg von Stierva nach Savognin können Wandernde unterwegs über die Parc-Ela-App rätoromanische Gedichte des Paters Alexander Lozza anhören, sofern die App verfügbar ist. Wenn das Audioangebot für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie vorab die Verfügbarkeit der App.

Kulturlandschaft und lokale Produkte

Castela-Sendas in der Gemeinde Mons ist als Kulturlandschaft mit besonderer Bewirtschaftung ausgewiesen. Zu den Merkmalen gehören Hecken und Gebüsche ebenso wie Terrassen, Magerwiesen und Feuchtgebiete. Diese Landschaftselemente ergänzen den Blick auf die Kirchen und die historischen Spuren entlang der Wanderwege um eine eigene, landwirtschaftlich geprägte Perspektive.

Im Hofladen Sur Castelas in Mons werden Alpkäse, Salsiz, Bratwürste, Dörrgemüse, Dörrfrüchte, Kartoffeln und weitere Produkte verkauft. Das Sortiment kann sich ändern.

Weitere Reiseziele entdecken: Tinizong-Rona, Tiefencastel, Riom-Parsonz, Schmitten, Stierva, Sur, Brienz/Brinzauls, Bivio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Albula.

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