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Kienberg liegt 550 Meter über Meer am Fuss der Saalhöhe, zwischen Frick und Aarau und am äussersten Zipfel des Kantons Solothurn. Die Ausläufer der Jurahöhen, Wälder und Landwirtschaft bilden Naherholungsräume; dort sind Wandern, Velofahren, Joggen, Spazieren und Reiten möglich. Kienberg eignet sich als Ausflugsort für Familien und für Menschen, die die Nähe zur Natur und eine ländliche Umgebung suchen. Landschaft und Bewegung lassen sich hier mit einzelnen Kulturzielen verbinden.

Natur und Wege rund um Kienberg

Ein besonderer Naturraum ist die ehemalige Gipsgrube Kienberg. Das rund 7 ha grosse Gebiet ist ein Naturschutzgebiet von Pro Natura Solothurn und Aargau und seit 2010 im nationalen Inventar der Trockenwiesen und -weiden (TWW) aufgeführt. Es beherbergt zahlreiche seltene wärme- und sonnenliebende Pflanzen- und Tierarten. Wer sich für die Natur- und Kulturlandschaft interessiert, findet damit neben den Jurahöhen, Wäldern und landwirtschaftlich geprägten Flächen einen konkret benannten Schutzraum.

Die fünf Routen geben unterschiedliche Anhaltspunkte für die Planung. Route 1 ist ein 6,01 km langer Rundweg mit 208 m Aufstieg und 206 m Abstieg; die veranschlagte Gehzeit beträgt 1 Stunde und 46 Minuten. Entlang des Wegs gibt es fünf Feuerstellen. Route 2 führt von der Saalhöhe über den Aussichtspunkt Burgflue ins Jurapark-Dorf Kienberg. Route 4 führt ebenfalls zum Aussichtspunkt Burgflue, ausserdem zur Ruine Heidegg und durch das Naturschutzgebiet in der alten Gipsgrube. Eine weitere Wanderung führt durch eine Landschaft mit offenen Feldern hinunter ins Jurapark-Dorf.

Route 5 führt an der Ruine Alt Kienberg vorbei und endet im Dorf; die Ruine ist momentan kaum zugänglich. Von der Bushaltestelle Kienberg, Hirschen ist sie zu Fuss in etwa 30 Minuten erreichbar. Diese ungefähre Gehzeit und die Wegbedingungen sind bei der Planung zu berücksichtigen; prüfen Sie die Bedingungen vor dem Besuch. So lässt sich ein Naturausflug auch danach ausrichten, ob eine Wanderung mit einer Burgruine oder dem Schutzgebiet verbunden werden soll, ohne die verschiedenen Ziele zu einer einzigen Route zusammenzufassen.

Burgruinen und Baugeschichte

Die Ruine Kienberg Heidegg bewahrt einen tiefen Burggraben sowie Spuren eines Turms, eines Berings und weiterer Gebäude. Sie ist ganzjährig frei zugänglich. Die Ruine Alt Kienberg erzählt eine andere Geschichte: Archäologische Kleinfunde weisen darauf hin, dass sie vom frühen 11. Jahrhundert bis etwa 1200 besiedelt war. Teilweise konserviert sind Reste eines rechteckigen Gebäudes und eines Rundturms. Wegen der momentan stark eingeschränkten Zugänglichkeit sollten Sie die Bedingungen vor einem Besuch prüfen.

Auch die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gehört zu den geschützten Objekten; sie befindet sich an der Kirchgasse 32. Der Schutzstatus ist im kantonalen Inventar vom 31. Oktober 2020 verzeichnet. Die Kirche wurde erstmals 1276 erwähnt und zwischen 1627 und 1635 im Stil des Frühbarocks weitgehend neu erbaut. Bei der Restaurierung 1972 wurde die frühere Innenausstattung im klassizistischen Stil wiederhergestellt. Wer sich für die Baugeschichte interessiert, kann so eine jahrhundertealte kirchliche Geschichte neben den archäologischen Spuren der beiden Burgruinen betrachten.

Atelier, Skulpturenweg und Kurse

Das Töpferchäller ist ein Atelier und eine Galerie an der Anwilerstrasse 53. Atelier und Skulpturenweg haben donnerstags von 9 bis 19 Uhr geöffnet; einzelne Donnerstage sind ausgenommen. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungstermine. Das Töpferchäller bietet ausserdem Kräuter- und Senfkurse an, für deren aktuelle Termine Sie sich beim Anbieter erkundigen sollten.

In den Kräuterkursen lernen Teilnehmende, Wildkräuter zu erkennen, zu sammeln und zu verarbeiten. Daraus entstehen verschiedene Kräuterpasten, die mit frischem Topfbrot oder Kartoffeln genossen werden. Im Senfkurs werden aus einem Basisrezept fünf Variationen mit getrockneten Kräutern, Fruchtpulver oder Gewürzen gemischt und in Gläser abgefüllt. Diese Kursinhalte ergänzen die Wander- und Kulturziele um eine praktische Beschäftigung mit Kräutern und Lebensmitteln; ob ein Termin in den eigenen Aufenthalt passt, klären Sie am besten direkt mit dem Anbieter.

Anreise planen

Regelmässige Postautoverbindungen verbinden Kienberg mit Gelterkinden, Olten, Basel und Zürich. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan. Für die Aufenthaltsplanung bieten die ausgewiesenen Gehzeiten von Route 1, die ungefähre Gehzeit zur Ruine Alt Kienberg und die unterschiedlichen Ziele der Routen konkrete Orientierungspunkte. Sie können damit abwägen, ob Natur, Wandern, Baugeschichte oder ein Kurs im Töpferchäller den Schwerpunkt Ihres Besuchs bilden soll.

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