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Lostorf liegt am Jurasüdfuss zwischen Olten und Aarau. Der Ort ist in eine liebliche Landschaft eingebettet und liegt abseits stark befahrener Verkehrsachsen. Auch der Lostorfer Bach prägt die geografische Einordnung: Als ehemaliges Bachzeilendorf erstreckt sich Lostorf beidseits des Bachs in einer Talmulde, am nördlichen Rand der Aareniederung im Solothurner Niederamt. Dorfgeschichte, sakrale Bauwerke und Waldthemen bieten unterschiedliche Zugänge zum Ort.

Geschichte an Kreuz, Kapellen und Schloss

Das ursprüngliche Mahrer Kreuz wurde um 1620 erbaut und war wahrscheinlich ein Pestkreuz. Das heute am Rand des Balmiswalds stehende Kreuz ist eine genaue Kopie, die 1958 aufgestellt wurde. In der Geschichte des Ortes spielte es auch als Wallfahrtsort eine Rolle: Vor allem Tausende Kranke aus den Regionen Solothurn, Aargau und Basel besuchten das Kreuz. Die Geschichte verbindet damit einen Lostorfer Ort mit Besuchenden aus mehreren Regionen.

Die Antonius-Kapelle Mahren wurde 1950 als schlichte Wegkapelle nach Plänen von Werner Guldimann erbaut. Ihre farbigen Glasfenster zeigen den Schöpfer inmitten der vier Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser. Die reformierte Kirche Lostorf entstand 1967/68 nach den Plänen des Solothurner Architekten Bader. Ein weiteres kleines Heiligtum ist die Bad-Kapelle, die sich in unmittelbarer Nähe des Heilbades befindet.

Das Dorfmuseum Lostorf befindet sich in einem ehemaligen Taunerhaus, das Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Auf drei Stockwerken in renovierten Räumlichkeiten sehen Besucherinnen und Besucher, wie Familien früher lebten. Schloss Wartenfels wiederum ist ein Wahrzeichen von Lostorf. Damit stehen in Lostorf unterschiedliche historische Themen nebeneinander: ein früheres Wallfahrtskreuz, Kapellen und Kirchen sowie ein Museum, das Einblicke in das frühere Familienleben gibt.

Wald, Wege und Aktivitäten

Auch der Umgang mit den Wäldern gehört zur Ortsbeschreibung. Die Bürgergemeinde Lostorf hat mit dem Kanton Solothurn vier Waldreservatsvereinbarungen mit einer Gesamtfläche von 66 Hektaren abgeschlossen. Die Vereinbarungen sind langfristig angelegt. In den Waldreservaten können Bäume alt werden, absterben und ohne menschlichen Eingriff zerfallen. So entsteht ein ungestörter Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Im Gebiet Schlossgasse gibt es einen 1,3 Kilometer langen, leicht begehbaren Naturlehrpfad. Daneben beginnen von Lostorf aus verschiedene Wanderrouten; prüfen Sie vor dem Aufbruch die jeweiligen Routenbedingungen. Lostorf liegt zudem im Bereich der nationalen Veloroute 5, der Mittelland-Route. Vor der Fahrt sollten Sie Beschilderung und Routenführung prüfen. Für eine weitere Aktivität steht der Golfplatz Heidental: Er ist ein 18-Loch-Golfplatz in schöner Umgebung.

Saisonale Anlässe und Besuchszeiten

Im Frühling bietet der grosse Bio-Setzlingsmarkt des Buechehofs Gemüse, Salate, Blumen und viele Raritäten. Die Buechehof-Matinée an Pfingsten umfasst einen reichhaltigen Brunch und die Möglichkeit, das Buechehofareal bei einem Flurgang zu erkunden. Diese saisonalen Anlässe ergänzen die historischen und landschaftlichen Themen um konkrete Besuchsangebote zu bestimmten Zeiten im Jahreslauf.

Für den Schlosshof und das Museum von Schloss Wartenfels gelten 2026 folgende Öffnungszeiten: vom 3. Mai bis zum 18. Oktober jeweils sonntags von 13.00 bis 17.00 Uhr. Wenn Sie einen Besuch nach diesem Zeitraum planen, prüfen Sie die Termine für die betreffende Saison. So lassen sich die zeitgebundenen Schlossöffnungszeiten von den ganzjährig beschriebenen Merkmalen Lostorfs unterscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Erlinsbach, Hauenstein-Ifenthal, Kienberg, Wisen, Trimbach, Stüsslingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gösgen.

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