Trimbach verbindet kulturhistorische Anknüpfungspunkte mit Spazier- und Wanderwegen: Kirchen und Kapellen stehen für unterschiedliche Bauphasen, während der Bahnlehrpfad die Verkehrsgeschichte in den Mittelpunkt rückt. Entlang des Dorfbachs und an den bewaldeten Jura-Hängen kommt der Landschaftsbezug hinzu. So lassen sich Kultur, Eisenbahngeschichte und Landschaft als unterschiedliche Schwerpunkte eines Aufenthalts betrachten.
Lage und Ortsgeschichte
Trimbach ist eine Einwohnergemeinde im Kanton Solothurn, im Bezirk Gösgen, in der Schweiz. Nördlich von Olten am Jurasüdfuss und auf der linken Seite der Aare erstreckt sich die Gemeinde im Seitental des Dorfbachs am Ausgangspunkt der Passstrasse des Unteren Hauensteins. Bewaldete Jura-Hänge und offene Flächen umgeben den Ort. Spazier- und Wanderwege verlaufen entlang des Dorfbachs und durch die bewaldeten Hänge; Aussichtspunkte wie der Engelberg bieten Einblicke in die Landschaft.
1244 wurde Trimbach erstmals unter dem Namen „Trinbach“ urkundlich erwähnt. Später gehörte das Gebiet den Grafen von Frohburg, den Nidauern, den Thiersteinern und den Falkensteinern; 1458 erwarb die Stadt Solothurn das Gebiet. Diese Abfolge zeichnet die wechselnden Herrschaftsbezüge der Gemeinde nach.
Kirchen und Baugeschichte
Die Pfarrkirche St. Mauritius an der Baslerstrasse 126 ist als kantonal erfasstes Schutzobjekt verzeichnet (Stand: 31. Oktober 2019). Beim Neubau von 1774 bis 1776 erhielt sie ihren kreuzförmigen Grundriss; 1942 wurde sie umgestaltet. Wahrscheinlich geht die Kirche auf eine Stiftung der Frohburger zurück.
Die Dreifaltigkeitskapelle stammt aus dem 15. Jahrhundert und diente als Strassenkapelle. Ihr markantes Türmchen mit spitzem Zwiebelhelm setzt einen eigenen architektonischen Akzent. Die Johanneskirche wurde am 21. Oktober 1951 feierlich eingeweiht und ist seither ein Treffpunkt für Jung und Alt, auch für ökumenische Anlässe. Im zeitlichen Vergleich reicht der Bogen damit von der mittelalterlichen Kapelle über die Bauphasen von St. Mauritius bis zur Einweihung der Johanneskirche.
Bahnlehrpfad: Eisenbahngeschichte auf zehn Tafeln
Der Bahnlehrpfad Trimbach erzählt Verkehrsgeschichte anhand von zehn bebilderten Informationstafeln entlang der alten Eisenbahnlinie Olten–Basel und des heutigen Läufelfingerli. Die Tafeln führen von der Postkutsche zur Eisenbahn, behandeln den Bau des Eisenbahntunnels Trimbach–Läufelfingen und thematisieren die Tunnelkatastrophe von 1857. So umfasst der Weg sowohl den Wandel des Verkehrs als auch ein konkretes Ereignis der regionalen Tunnelgeschichte.
Der Bahnlehrpfad beginnt bei der Haltestelle Trimbach und endet nach etwa 800 Metern an der Passerelle oberhalb des Trimbacher Gemeindehauses beziehungsweise des Mühlemattschulhauses. Mit der S9 ist der Lehrpfad aus Sissach oder Olten erreichbar; prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Ruine Froburg und Wege in der Landschaft
Die ersten Befestigungsanlagen der Ruine Froburg entstanden um 1050; die Burg war die Stammburg der Grafen von Frohburg. Für die Anreise nehmen Sie Bus 506 ab dem Bahnhof Olten in Richtung Wisen bis zur Haltestelle Hauenstein. Von dort sind es etwa 20 bis 30 Minuten zu Fuß. Prüfen Sie den aktuellen Fahrplan vor der Fahrt.
Daneben führen Spazier- und Wanderwege entlang des Dorfbachs und durch die bewaldeten Jura-Hänge. Aussichtspunkte wie der Engelberg bieten Einblicke in die Landschaft. Im Unterschied zum Bahnlehrpfad mit seinen Informationstafeln steht bei diesen Wegen der Landschaftsbezug im Vordergrund. Damit können Sie für Ihren Aufenthalt zwischen einem klar umrissenen historischen Thema, der Geschichte der Ruine und Wegen mit Landschaftsschwerpunkt wählen.
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