Rosenow verbindet eine neugotische Dorfkirche mit einer Begräbniskapelle der Familie von Blücher und der Skulptur „Hanna“ auf dem alten Friedhof. Für die Reiseplanung ist auch die räumliche Ebene wichtig: Weitere Bau- und Kunstwerke liegen in anderen Orten der Gemeinde, während die Mecklenburgische Seenplatte einen eigenen regionalen Rahmen für Natur- und Wassererlebnisse bietet.
Kirche, Begräbniskapelle und Skulptur
Die Dorfkirche Rosenow wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil erbaut. Ihr Fundament und ihre Grundmauern bestehen aus Feldsteinen der ehemaligen Kirchhofmauer. Die Kirche ist außerdem eine Spielstätte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern; das Programm kann variieren. Wenn eine Aufführung für Ihre Reise ausschlaggebend ist, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine, bevor Sie Ihren Aufenthalt planen. Westlich außerhalb des Kirchhofs befindet sich die neugotische Begräbniskapelle der Familie von Blücher. Auf dem alten Friedhof steht die Skulptur „Hanna“ von Thomas Jastram. So stehen in Rosenow Baugeschichte, Begräbniskultur und Bildhauerei als unterschiedliche Themen im Mittelpunkt. Wenn Sie einen Innenbesuch oder eine Veranstaltung planen, klären Sie den jeweiligen Zugang beziehungsweise den Termin vorab.
Kulturspuren in weiteren Orten der Gemeinde
Außerhalb des Ortes Rosenow setzt sich das bauliche und kulturelle Erbe in anderen Orten der Gemeinde fort. In Schwandt schließt sich westlich an die Dorfkirche ein großes klassizistisches Mausoleum der Familie v. Schlieffen an. Zu seiner Architektur gehören eine Westapsis und Lünettenfenster aus dem 19. Jahrhundert. Über dem Zugang befindet sich ein allegorisches Fresko mit der Sterbeszene der 1832 gestorbenen Juliane v. Schlieffen. Carl Eggers malte es 1835. Auf dem Friedhof der Kapelle Tarnow liegt die Familiengrabstätte der Wendenburgs.
In Luplow, einer weiteren Ortschaft der Gemeinde, steht das um 1760 erbaute Gutshaus. Das eingeschossige Gebäude hat neun Achsen, einen zweigeschossigen Mittelrisalit und ein vollständig ausgebautes Mansarddach. Die Rokoko-Stuckdecken zeigen einen Fuchs als Wappentier von F. J. Christian v. Voss und einen Bären als Wappentier seiner Ehefrau Eva Juliane v. Behr. Das Gutshaus befindet sich in Privatbesitz. Einen Besuch im Inneren sollten Sie daher nicht voraussetzen, sondern vorab klären.
Mecklenburgische Seenplatte: Natur und Wasser
Im übergeordneten Reiseziel Mecklenburgische Seenplatte kommt zu den Kulturstätten der Gemeinde eine größere Auswahl an Natur- und Wasserlandschaften hinzu. Der Müritz-Nationalpark ist Teil der Mecklenburgischen Seenplatte und von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt die Landschaftstypen und Besonderheiten des Parks in neun Etappen: Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten lehrreiche Touren im Nationalpark an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus. Der Wanderweg und die geführten Touren eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit der Landschaft des Nationalparks zu befassen.
Eine weitere regionale Naturerfahrung bietet das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort Wisente beobachten. Zum Walderlebnispfad gehören Klettermöglichkeiten, ein Ameisenhaus, eine Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie ein Dendrophon. Damit unterscheiden sich die Angebote im übergeordneten Reiseziel klar von den Kulturstätten Rosenows: Hier stehen Landschaft, geführte Naturtouren und Tierbeobachtung im Vordergrund.
Weitere Reiseziele entdecken: Zettemin, Ivenack, Ritzerow, Grammentin, Briggow, Knorrendorf, Jürgenstorf, Bredenfelde.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Stavenhagen.