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Ein Bergplateau, zwei Flüsse und markante Zeugnisse der Kirchen- und Befestigungsgeschichte prägen Obermarsberg. Für die Wahl des Reiseziels ist der Wechsel zwischen Landschaft und gebautem Erbe interessant: Eresburg, Kirchen und Türme erschließen verschiedene Seiten der Ortsgeschichte. Die kulturellen Themen sind ebenso prägend wie die besondere Lage.

Plateau und Ausblick

Die ehemalige Stadt Obermarsberg liegt auf einem Bergplateau, das an drei Seiten steil abfällt. Im Westen wird das Plateau von der Diemel, im Osten von der Glinde eingerahmt. Diese Topografie bildet den landschaftlichen Rahmen der historischen Bauwerke. Vom Buttenturm aus bietet sich ein Ausblick über das Diemeltal – ein eigener Schwerpunkt neben den Kirchen und Befestigungsresten.

Ortsgeschichte und Baukunst

Obermarsberg zählt zu den ältesten dauerhaft besiedelten Orten des Hochsauerlandkreises. Mit dem Ort verbunden sind die Eresburg, Karl der Große, eine königliche Peterskirche in Form einer Basilika und das von ihm gegründete Benediktinerkloster Obermarsberg. Diese Bezugspunkte führen von der langen Besiedlungsgeschichte zur kirchlichen Bau- und Klostergeschichte. Auch das Haus Böttcher trägt eine konkrete Jahreszahl: Es stammt aus dem Jahr 1589 und ist das älteste erhaltene Haus der Stadt Marsberg.

Die Stiftskirche besitzt eine prächtige barocke Innenausstattung aus der Werkstatt von Heinrich und Christophel Papen. Ein weiterer Kirchenbau ist die katholische Nikolaikirche. Sie wurde 1247 erstmals erwähnt und zählt zu den bedeutendsten Bauten der frühen Gotik in Westfalen. Als gotische Hallenkirche hat sie zwei Joche und einen achteckigen Westturm. Barocke Innenausstattung und frühgotische Architektur geben so unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Blick auf Obermarsberg.

Befestigungsreste und historische Wege

Die Reste der Ringmauer von Obermarsberg sind Teile der Festungsanlagen auf dem Eresberg, die im Jahr 1646 zerstört wurden. Von den sieben Türmen der ehemaligen Befestigungsanlage sind noch zwei teilweise erhalten. Auch der Buttenturm erzählt von der früheren Wehrnutzung: Sein fünf Meter tiefer Keller wurde früher als Gefängnis genutzt. Ringmauer, Türme und Keller machen die Befestigungsgeschichte an unterschiedlichen baulichen Elementen sichtbar.

Ein historischer Rundweg zeigt die Besonderheiten des Stadtteils Obermarsberg. Der 2008 angelegte Sagenweg führt an historischen Zeitzeugen vorbei und durch das historische Obermarsberg. Die Routen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Der Rundweg richtet den Blick auf den Stadtteil, während der Sagenweg historische Zeugnisse entlang seines Verlaufs einbezieht.

Weitere Themen im Reiseziel Marsberg

Im übergeordneten Reiseziel Marsberg sind in Obermarsberg noch Überreste der alten Stadtmauer zu besichtigen, darunter der Wasserturm und der Buttenturm. Weitere Angebote liegen an anderen ausdrücklich benannten Orten im Reiseziel: In Marsberg-Essentho wird die Vogelpflegestation seit über 40 Jahren betrieben. Besichtigungen und Führungen sind nur nach vorheriger Absprache möglich.

Bei der Freizeitanlage Grube Reinhard (Meilerplatz) an der Diemel bei Giershagen befindet sich in einem offenen, überdachten Multifunktionspavillon ein Informationszentrum für Bionik, regionale Montanindustrie und Geologie. Prüfen Sie vor einem Besuch die Betriebsmodalitäten. Der Bogenparcours Marsberg liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Kupferbergwerks und umfasst 5,9 Hektar. Die Themen unterscheiden sich deutlich: Vogelpflege, Bionik, regionale Montanindustrie und Geologie sowie der Bogenparcours bieten verschiedene inhaltliche Schwerpunkte.

Weitere Reiseziele entdecken: Helminghausen, Padberg, Beringhausen, Leitmar, Bredelar

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Marsberg.

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