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Ein Gebirgssporn, ein schluchtartiges Engtal und die erhaltene Synagoge gehören zu den markanten Seiten Padbergs. Kirchen mit historischen Kunst- und Grabmalen ergänzen das Ortsbild; Wander- und Radwege bilden einen weiteren Schwerpunkt. Für die Planung einer Auszeit können Sie daher zwischen Landschaft, Ortsgeschichte und Bewegung wählen, ohne daraus einen festen Ablauf machen zu müssen.

Gebirgssporn und enge Täler

Padberg liegt auf einem markanten Gebirgssporn, der durch die tief eingeschnittenen, steilen Talhänge von Diemel und Hoppecke begrenzt wird und stellenweise nur etwa 1,3 Kilometer breit ist. Am Südfuß des Padbergs liegt zwischen der Obermühle und der Straßenbrücke nach Adorf ein schluchtartiges Engtal. Im Nordosten des Dorfes, am Bellerstein, befinden sich die Reste eines ehemaligen größeren Tagebaus auf Roteisenerz. Zusammen prägen die weite Form des Sporns, das enge Tal und die Spuren des früheren Erzabbaus die unterschiedlichen landschaftlichen Seiten des Ortes.

Synagoge, Kirchen und Ortsgeschichte

Zum touristischen Angebot in Padberg gehören ein Dorfrundgang sowie der Dorfplatz, der Pumpenstein, die Neue Kirche St. Maria-Magdalena, die Alte Kirche St. Petrus und die ehemalige Synagoge Padberg. Die genannten Ziele geben dem Rundgang verschiedene historische und bauliche Anknüpfungspunkte, ohne dass sich die Ortsgeschichte auf ein einzelnes Gebäude beschränkt.

Die erhaltene Synagoge ist ein schlichter Fachwerkbau mit Satteldach und dürfte etwa um 1790 errichtet worden sein. Bis 1931 diente das Gebäude als Synagoge. Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten wurde dort eine Erinnerungsstätte zur jüdischen Geschichte in Padberg und Umgebung eingerichtet. Bauform, frühere Nutzung und die spätere Erinnerungsfunktion gehören zu unterschiedlichen Abschnitten ihrer Geschichte.

Die Alte Padberger Kirche St. Petrus befindet sich am Steilhang des Alten Hagen oberhalb des Dorfes. In der Kirche liegen zwei Grabplatten des alten Padberger Grafengeschlechts von Padberg aus den Jahren 1557 und 1585. In der Neuen Kirche St. Maria-Magdalena befindet sich ein Hochaltar aus dem Jahr 1670, ein Werk der Bildhauerfamilie Papen aus Giershagen. Die beiden Kirchen stehen damit für unterschiedliche Details der örtlichen Bau- und Kunstgeschichte: hier die Grabplatten, dort der datierte Hochaltar.

Wanderwege und Radroute

Padberg liegt im Naturpark Diemelsee und direkt am Diemelradweg. Außerdem gibt es viele Wander- und Rundwege. Der Bionik-Pfad Marsberg verläuft im Naturpark entlang des Wanderwegs Padberg 2. Er ist 4,8 Kilometer lang; die reine Wanderzeit beträgt etwa 90 Minuten, mit dem Besuch der Stationen etwa 2,5 Stunden. Die beiden Zeitangaben unterscheiden zwischen der Gehzeit und einem Besuch, bei dem auch die Stationen eingeplant sind.

Rund um den Ring Padberg werden geführte Tageswanderungen angeboten. Für Gruppen können dort individuelle Wandertouren gebucht werden. Eine weitere benannte Route ist die Südroute der Sauerland-Waldroute: Etappe 14 führt von Giershagen über Padberg nach Helminghausen. So stehen neben dem Bionik-Pfad auch geführte Tageswanderungen und eine Etappe mit ausgewiesener Abfolge von Orten zur Auswahl.

Bei der Planung können Sie sich an der Art der Tour orientieren: Der Bionik-Pfad bietet eine konkrete Streckenlänge und zwei Zeitansätze, während die geführten Wanderungen rund um den Ring Padberg auch für Gruppen buchbar sind. Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann Padbergs Lage direkt am Diemelradweg als eigenen Schwerpunkt berücksichtigen. Für eine kulturell geprägte Auszeit bietet sich dagegen die Ortsgeschichte mit ihren Kirchen, Grabplatten und der Erinnerungsstätte als thematischer Rahmen an.

Weitere Reiseziele entdecken: Bredelar, Helminghausen, Obermarsberg, Beringhausen, Leitmar.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Marsberg.

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