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Ciriè lässt sich über seine Baugeschichte entdecken: Eine romanische Kirche aus dem frühen 11. Jahrhundert, ein Palast aus dem 16. Jahrhundert und eine Villa im Liberty-Stil aus dem späten 19. Jahrhundert setzen unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte. Für einen Kulturaufenthalt ergibt sich daraus ein klarer roter Faden – von sakraler Baugeschichte über die Entwicklung des Borgo bis zu einer jüngeren Villenarchitektur. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten ergänzen einander durch ihre verschiedenen Epochen und historischen Rollen.

Kirchen und Ciriès Borgo-Geschichte

Die Chiesa San Martino di Liramo wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts im romanischen Stil erbaut und später durch zusätzliche Seitenschiffe erweitert. Der Duomo San Giovanni steht für eine andere historische Phase: Mit der Entstehung des Borgo di Ciriè wurde er im 14. Jahrhundert zur wichtigsten Pfarrei des Ortes. In einer Kapelle im nahe gelegenen Duomo San Giovanni befinden sich die Gräber der Familie D’Oria. Der Torre di San Rocco ist ein Zeugnis einer alten Vergangenheit und das Symbol des Borgo di San Rocco. Die historischen Schwerpunkte unterscheiden sich: Bei San Martino ist die spätere Erweiterung des Baus prägend, beim Duomo seine frühere Rolle als wichtigste Pfarrei; die D’Oria-Gräber verankern Familiengeschichte in einer Kapelle. Wenn Sie sich besonders für Baugeschichte interessieren, lässt sich die Chiesa mit den religiösen und familiären Bezügen der anderen Orte vergleichen.

Palazzo D’Oria und Villa Remmert

Palazzo D’Oria ist ein historischer Palast aus dem 16. Jahrhundert. Der Museumsrundgang umfasst die Quadreria dei Marchesi D’Oria. Die Villa Remmert wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Liberty-Stil erbaut. Zur Zeit ihrer Errichtung verfügte sie über einen englischen Landschaftspark und ein landwirtschaftliches Nebengebäude. Als Vergleich bieten die beiden Orte unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Beim Palazzo verbindet sich die historische Architektur mit dem Museumsrundgang, bei der Villa ergänzt die damalige Anlage mit Park und Nebengebäude die Geschichte des Gebäudes.

Feste und piemontesische Themen

San Serié ist das Patronatsfest von Ciriè. Der Palio dei Borghi erinnert an die Ankunft der Marchesa Margherita im Jahr 1305 in Ciriè. Bei der 40. Ausgabe von „Funghi in Piazza“ gehören Pilze sowie typische piemontesische Produkte aus Gastronomie und Kunsthandwerk zum Markt und zur Ausstellung. Die drei Themen setzen verschiedene Akzente: Patronatsfest, historische Erinnerung sowie Pilze und piemontesische Erzeugnisse. Da sich das Programm von „Funghi in Piazza“ zwischen den Ausgaben ändern kann, prüfen Sie für Ihre Reise die Angaben zur jeweiligen Ausgabe.

Anreise mit der Bahn

Für die Bahnplanung ist die Linie SFM7 Ciriè–Flughafen–Turin–Fossano ein konkreter Anhaltspunkt: An Werktagen verkehrt stündlich ein Zug. Prüfen Sie vor der Abfahrt den aktuellen Fahrplan. Der Bahnhof Ciriè bietet einen Betreuungsservice für Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität; informieren Sie sich vor der Reise über die aktuellen Angaben zum Service.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

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