Haugsdorf lässt sich über Weinbau, Kellerlandschaft und Bau- und Kulturgeschichte kennenlernen. Zu den konkreten Anhaltspunkten gehören eine Schautafelroute am Hutberg, historische Bauten, Veranstaltungen und ein Freibad. Für die Planung sind insbesondere die vereinbarten Führungen und die variierenden Veranstaltungstermine relevant.
Weinbau und Kellerlandschaft
Im Gemeindegebiet entfallen von rund 547 Hektar Weingartenflächen etwa 70 Prozent auf Rotweingärten und etwa 30 Prozent auf Weißweingärten. Der ÖKO-Wanderweg am Hutberg zeigt anhand von Schautafeln die jahrhundertelange Entwicklung des Weinbaus und die Arbeiten im Weingarten im Jahresverlauf. Damit stehen sowohl die Flächenverteilung als auch die Geschichte der Arbeit im Weinbau im Mittelpunkt.
Die Kellertriften in Haugsdorf sind von Akazien-, Nuss- und Kastanienbäumen gesäumt. Die Große Kellertrift führt auf einer rund einen Kilometer langen, malerischen Trift durch einen Hohlweg zum 296 Meter hohen Hutberg. So kommen auf der einen Seite die erläuterte Weinbaugeschichte, auf der anderen die von Bäumen gesäumte Kellerlandschaft und der Hohlweg als konkrete Themen in den Blick.
Geführte Erkundungen durch die Große Kellertrift werden nach Vereinbarung angeboten. Treffpunkt ist der Keller-Wohlfühlplatz in der Großen Trift; von dort führt die Route durch einen malerischen Hohlweg hinauf zum Hutberg. Im Kitla-Keller bietet der Keller-Wohlfühlplatz Sitzmöglichkeiten, Informationsmaterial über die Region und Radservice-Material wie Pumpe und Werkzeug. Wenn Sie diese Ausstattung einplanen, prüfen Sie ihre Verfügbarkeit je nach Saison.
Baugeschichte und Erinnerung an Franz von Zülow
Die gotische Hallenkirche in Haugsdorf gilt als eine der wenigen mittelalterlichen Kirchen, die ihre ursprüngliche Form bewahrt haben. Gegenüber der Kirche birgt der Pfarrhof in einigen Räumen Fresken, die mit dem Freskenschmuck des Gartenpavillons des Stiftes Melk vergleichbar sind. Kirche und Pfarrhof geben damit zwei unterschiedliche Anhaltspunkte für die Bau- und Kunstgeschichte des Ortes.
Der ehemalige herrschaftliche Schüttkasten erhielt 1726/28 seine barocke Gestalt. Nach seiner Restaurierung nutzt ihn die Gemeinde als Dorf- und Kulturzentrum. An diesem Gebäude lässt sich die historische Bauform mit einer heutigen Funktion im Gemeindeleben verbinden.
Franz von Zülow übersiedelte 1909 nach Haugsdorf. Bis 1915 entstanden dort die „Monatshefte“ unter Mitarbeit seiner Mutter Marie und seiner Schwester Mitzi. Jährlich stattfindende Ausstellungen bewahren gemeinsam mit weiteren Aktivitäten das Andenken an den Künstler; auch geführte Wanderungen am Zülow-Weg finden jährlich statt und tragen dazu bei. Die einzelnen Termine können variieren.
Die jährliche Veranstaltung „KUNST & WEIN“ findet Mitte August in der Kellertrift Haugsdorf statt. Sie verbindet Ausstellungen und Lesungen mit dem Genuss erlesener Weine. Da sich konkrete Termine und Programm ändern können, empfiehlt es sich, die Angaben für das jeweilige Jahr vor der Reise zu prüfen.
Wege und Aussichtspunkte
Der Kreuzweg Haugsdorf umfasst 14 Stationen und erstreckt sich über rund zwei Kilometer. Er führt entlang des Pulkaubachs zum Mandl-Graben, weiter bis zur Antonius-Kapelle und anschließend zurück zum Transformator. Route, Stationenzahl und Rückkehrpunkt geben einen klaren Verlauf für die Orientierung vor.
Am Aussichtspunkt beim Freiheitskreuz Haugsdorf gibt es eine Sitzbank und Fernsicht. Wer sich für diesen Aussichtspunkt interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als auf den Wegen, deren Verlauf über Stationen, Hohlweg oder Hutberg beschrieben ist.
Parkbad Haugsdorf
Das Parkbad Haugsdorf ist ein solarbeheiztes Freibad mit einer 35 Meter langen Wasserrutsche. Zum Bad gehören außerdem ein Kinderbecken sowie eine Liegewiese mit Beach-Volleyball-Platz. Von dort bieten sich Ausblicke auf die Weinberge und den Hutberg Haugsdorf. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch den Zustand und die Verfügbarkeit der genannten Einrichtungen.
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