Zum Inhalt

Kellergasse und Weinbau

Die 1.200 Meter lange Kellergasse ist ein markantes Thema für einen Aufenthalt in Großengersdorf. Sie gilt als längste und meistabgebildete Kellergasse des Weinviertels. Als lebendiges Zeugnis der Weinbautradition ermöglicht sie Besucherinnen und Besuchern, die lokale Weinkultur unmittelbar zu erleben.

Der Zugang zu den Kellern ist auf Veranstaltungen oder Führungen beschränkt. Da sich die Regelung ändern kann, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Möglichkeiten. Weinbau & Buschenschank Petra Messerer bietet Verkostungen nach vorheriger Anmeldung an, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Für diese beiden Weinerlebnisse gelten unterschiedliche Voraussetzungen: Für den Kellerzugang braucht es eine Veranstaltung oder Führung, für die Verkostung eine Anmeldung.

Kirche und Ortsgeschichte

Die erste, vermutlich hölzerne Kirche in Großengersdorf wurde vor 1339 errichtet. Ihr gotisches Presbyterium – der Altarraum – und ihr Wehrturm stammen aus dem späten Mittelalter. Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1899 im neogotischen Stil neu errichtet. Dabei blieben der alte gotische Chor und der mächtige Nordturm erhalten; 1901 war der Neubau vollendet. So stehen ältere gotische Bauteile neben einer späteren neogotischen Bauphase. Der Begriff Presbyterium bezeichnet den Altarraum und hilft, eines der genannten Baumerkmale einzuordnen.

Großengersdorf wurde 1114 erstmals urkundlich erwähnt. Bei einer Schenkung an das Stift Klosterneuburg erscheint Bernhard von Engilrichesdorf als Zeuge. Die urkundliche Erstnennung setzt damit eine andere Zeitmarke als die Kirchenbaugeschichte: Sie führt ins frühe 12. Jahrhundert, während die genannten Bauphasen vom späten Mittelalter bis zum Neubau von 1901 reichen.

Dorfkultur und saisonaler Festtermin

Das Museum für Dorfkultur ist in der ehemaligen Dorfmühle untergebracht. Zu den Festen in Großengersdorf gehört eine Weinkost am Ostermontag im Dorfmuseum. Prüfen Sie die Termine vor der Reise, wenn Sie diesen saisonalen Anlass einplanen. Der Festtermin bietet einen konkreten Kalenderbezug zur Weinkultur, während das Museum in der früheren Mühle einen eigenen Anknüpfungspunkt für die Dorfkultur bildet.

Feuchtbiotop, Wanderungen und Radwege

In der näheren Umgebung von Großengersdorf liegt ein 15 Hektar großes Feuchtbiotop, durch das sich der Rußbach schlängelt. Von Großengersdorf aus können Sie durch die Weinrieden bis in den Hochleithenwald wandern, den größten Eichenwald Österreichs. Gut ausgebaute Radwege führen durch die sanften Hügel des Weinviertels und die Weiten des Marchfeldes. Damit stehen verschiedene Landschaftsschwerpunkte zur Wahl: Das Wanderziel ist der Hochleithenwald; beim Radfahren führen die Wege durch die Hügel des Weinviertels und das Marchfeld. Das Feuchtbiotop ergänzt diese Möglichkeiten als eigener Naturraum in der näheren Umgebung. Ein Feuchtbiotop ist ein von Wasser geprägter Lebensraum.

Weitere Reiseziele entdecken: Kreuttal, Bernhardsthal, Unterstinkenbrunn, Bockfließ, Kreuzstetten, Drasenhofen, Neudorf Bei Staatz, Falkenstein Bei Poysdorf

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mistelbach.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.