Landquart, das «Tor zu Graubünden», ist zugleich Hauptort der Region Landquart. Wenn Sie eine Unterkunft für Ihren Aufenthalt suchen, legen Sie am besten zuerst fest, welche Erlebnisse im Mittelpunkt stehen sollen: Natur an den Rheinauen, Wege durch Rebgebiete oder historische Bauten führen zu unterschiedlichen Orten.
Region und Landschaft entdecken
Die Region Landquart ist eine Verwaltungseinheit des Kantons Graubünden und entstand durch die Gebietsreform zum 1. Januar 2017. Sie umfasst acht Gemeinden: Fläsch, Jenins, Landquart, Maienfeld, Malans, Trimmis, Untervaz und Zizers. Das Gebiet umfasst 174,67 Quadratkilometer und reicht von 478 bis 2.805 Metern über Meer.
Die Mastrilser Rheinauen sind innerhalb der Region Landquart die einzigen verbliebenen Auen zwischen Reichenau und dem Bodensee. Dort haben sich seltene Arten erhalten; die Auen zählen zu den letzten Rückzugsorten des Zwergrohrkolbens. Gut 10 Prozent des in der Schweiz verbliebenen Bestands des Flussregenpfeifers brüten dort. Seit 2009 wurden in den Auen mehr als 90 verschiedene Vogelarten nachgewiesen.
Für einen Spaziergang am Rhein beginnt der leichte Weg am Bahnhof Landquart, führt in Richtung Mastrils am Fluss entlang und kehrt über die Tardisbrücke zurück. Einen anderen Schwerpunkt setzt der Planetenweg in Igis: Der rund 2,6 Kilometer lange Waldweg verläuft vom Bawald oberhalb von Igis bis zur Ganda. Er bildet maßstabsgetreue Größenverhältnisse der Planeten ab; Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind jeweils mit einer Informationstafel markiert und beschrieben.
Die Wanderung Igis–Ganda–Landquart beginnt an der RhB-Station Igis und endet am Bahnhof Landquart. Unterwegs führt sie am Biotop Dunggelauli mit seinen zahlreichen Tümpeln vorbei. Damit stehen verschiedene konkrete Wegziele zur Auswahl, ohne dass für jede Route dieselbe Länge oder Gehzeit angesetzt werden kann.
Burgen und Baugeschichte
Von der Ruine der Burg Falkenstein führt ein schmaler, sehr steiler Pfad vom oberen Dorfteil von Igis hinauf; der Weg dauert etwa 45 Minuten. Bei nassem Boden ist Vorsicht angebracht. Die Mauerreste weisen auf mindestens zwei Bauphasen hin, und am 11. Dezember 1338 wurde die Burg erstmals als «Valkenstein» erwähnt.
Schloss Marschlins ist ein ehemaliges Wasserschloss in der Ebene nordöstlich von Igis. Es war eine bischöfliche Gründung und stammt vermutlich aus der Mitte des 13. Jahrhunderts; erstmals schriftlich erwähnt wurde es am 12. Mai 1324. Die reformierte Kirche in Igis bietet einen weiteren historischen Bezugspunkt: An ihrer nördlichen Schiffswand sind gotische Wandmalereien aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhalten. Die Kirche wurde um 1300 erstmals unter dem Patrozinium des heiligen Thomas erwähnt und steht seit 1973 unter Denkmalschutz.
Auch Mastrils hat eine eigene Kirchengeschichte. Das evangelische Kirchlein wurde 1613 und 1614 für die damals dort lebenden etwa zwei Dutzend protestantischen Familien erbaut. Am 30. Juni 1644 erhielt die kleine Kirchgemeinde es, dreißig Jahre nach der ersten Einweihung, wieder zurück.
Weinwege und Ausflüge
Der Weinwanderweg Bündner Rheintal umfasst Rundwanderungen durch die Rebgebiete von Trimmis und Zizers, Malans und Jenins sowie Maienfeld und Fläsch. Einschließlich der Rundtouren gibt es mehr als 40 Kilometer ausgeschilderte Wege. Aufgrund der sonnigen Tallage sind die Wanderungen fast das ganze Jahr über möglich; das örtliche Wetter und die Bedingungen bleiben bei der Planung zu berücksichtigen.
Die E-Bike-Wein-Tour Bündner Herrschaft führt durch Malans, Jenins, Maienfeld und Fläsch. Bei Landquart nutzt sie die regionale Radroute 21, die Prättigauer Route, und wechselt bei Ganda in Richtung Malans auf die nationale Rhein-Route 2. In Jenins gehört beim Haus des Bündner Weins ein selbstständiger Rundgang durch den Rebberg dazu, mit Erklärungen zu Reben und Weinherstellung.
Die Churer Rheinroute kann am Bahnhof Landquart beginnen. Sie führt am ehemaligen Wasserschloss Marschlins vorbei und folgt dem Fluss Landquart in das gleichnamige Dorf. Auf mehreren Abschnitten verläuft sie auf dem Weinwanderweg Bündner Rheintal und vermittelt Einblicke in die lokale Weinbaukultur. Von Mastrils aus führt zudem ein etwa vierstündiger Rundgang über die Jägeri zum Aussichtspunkt Pizalun. Bei guter Fernsicht reicht der Blick das Rheintal hinauf und hinunter bis zum Bodensee. Die Rappenfluh, eine Kletterwand am Fuß des Pizalun oberhalb des Nusslochs, ergänzt die Ausflugsziele um ein Kletterthema.
Einblicke in Landwirtschaft und Bahn
Am Plantahof stehen die Stalltüren das ganze Jahr über offen; der Besuch ist für Erwachsene und Kinder vorgesehen. Gehalten werden Milchkühe, Limousin-Mutterkühe, Strahlenziegen, Lacaune-Schafe, weiße Alpenschafe, Geflügel und Bienen. In den Plantahof-Hofläden in Landquart und Chur werden unter anderem Alpkäse, Bienenhonig, Salsiz, Obst, Gemüse, Wein und Spirituosen verkauft. Das Sortiment kann saisonal wechseln.
Die Rhätische Bahn bietet Führungen durch ihre Werkstätten in Landquart an. Dabei erfahren Besucher, wie die Züge gewartet, repariert und für den täglichen Einsatz vorbereitet werden. Prüfen Sie vorab die Termine und Buchungsbedingungen.
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