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Mastrils verbindet die Rheinauen mit Wanderzielen am Pizalun und einer Geschichte, die bis zur frühen Rheinquerung zurückreicht. Die Mastrilser Rheinauen sind die einzigen verbliebenen Auen zwischen Reichenau und dem Bodensee. Seit 2009 wurden dort mehr als 90 verschiedene Vogelarten nachgewiesen. Bei einem Spaziergang durch den grünen Auwald können seltene Orchideen- und Schmetterlingsarten beobachtet werden. Damit steht ein naturbezogener Aufenthalt am Fluss neben dem Wandern im höher gelegenen Gelände.

Rheinauen und verstreute Hanglage

Mastrils liegt am linken Rheinufer gegenüber der Mündung der Landquart. Die Häuser liegen verstreut am Hang, statt einen geschlossenen Dorfkern zu bilden; der Ortsteil Isla liegt unmittelbar am Rhein. Für die Planung ist es deshalb hilfreich, den Schwerpunkt des Aufenthalts festzulegen: Flussauen, Wanderungen oder Wintersport. Das Gebiet der ehemaligen politischen Gemeinde reicht vom Rhein am Hangfuß bis zum Grat des Calandamassivs. Nahe dem Zweierspitz liegt der höchste Punkt auf 1.825 Metern über Meer; nach Norden fällt das Gelände über den Chimmispitz (1.813 Meter) und den Pizalun (1.478 Meter) allmählich ab.

Wandern am Pizalun

Der Pizalun ist ein markanter Felsen und bildet eine Grenze zwischen Graubünden und St. Gallen. Der letzte Aufstieg zum etwa 20 Meter hohen Felsturm führt über eine senkrechte Eisenleiter und wird nur schwindelfreien Personen empfohlen. Prüfen Sie vor der Tour die Bedingungen und berücksichtigen Sie diese Einschränkung bei der Wanderplanung. Eine sportliche, steile Route führt von Mastrils Tretsch über Jägeri, Pizalun und Furggels nach Pfäfers Dorf. Als Anreise für diese Route ist die Fahrt mit dem Zug nach Landquart und anschließend mit dem Bus nach Mastrils Tretsch vorgesehen; prüfen Sie vor dem Besuch den Fahrplan. Eine weitere Kletteroption ist die Rappenfluh, eine Kletterwand oberhalb des Nusslochs am Fuß des Pizalun. Sie ist vom Restaurant Piz Alun in Mastrils aus zugänglich und wird auch heute noch häufig von Bergsteigern aufgesucht.

Winter am Skilift Mastrils

Der kinderfreundliche Skilift Mastrils ist knapp 1.000 Meter lang und führt von 720 bis 940 Metern über Meer größtenteils am Waldrand oder im Wald. Seine Pisten werden maschinell mit einem Kässbohrer Pistenbully PB270 mit Fräse präpariert. Der Betrieb kann saisonal variieren. An der Talstation befinden sich eine Skihütte mit Essensgelegenheit und ein Skiraum. Ski und Snowboards können dort während der Saison kostenlos aufbewahrt werden; Einrichtungen und Angebote an der Talstation können sich saisonal ändern. So stehen die Wintermöglichkeiten neben den Wanderungen und Naturbeobachtungen als eigener Schwerpunkt für den Aufenthalt.

Kirche und Rheinquerung

Die katholische Pfarrkirche von Mastrils steht auf dem Chilchabüel und wurde von 1686 bis 1688 erbaut. Sie ist dem heiligen Antonius von Padua geweiht und ein Wallfahrtsort. Damit verbindet sich die Ortsgeschichte mit katholischer Wallfahrtstradition. Auch die Rheinquerung hat historische Spuren hinterlassen: Das Restaurant Tardisbrücke ist ein historisches Gebäude aus der Zeit, in der für die Überquerung des Rheins an einer Brücke Zoll erhoben wurde. Eine erste Brücke wurde 1529 errichtet und nach Hochwassern wiederholt neu aufgebaut. Zusammen bieten Kirche und Brückengeschichte einen kulturellen Gegenpol zu den Natur- und Wanderthemen Mastrils.

Weitere Reiseziele entdecken: Maienfeld, Jenins, Zizers, Says, Malans, Landquart Fabriken, Fanas, Igis.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landquart.

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