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Santa Maria in Calanca ist eine politische Gemeinde in der Region Moesa des Kantons Graubünden in der Schweiz. Das Dorf liegt auf einer Terrasse oberhalb des Misox, auf etwa 949 m ü. M. Sein Ortsbild und die Wege in die Berge geben dem Aufenthalt zwei unterschiedliche Schwerpunkte: die historische Siedlung und Wanderungen mit jeweils eigenem Verlauf und Anspruch.

In der ursprünglichen Siedlung verbinden gepflasterte Fußwege die Steingebäude. Auf einer felsigen Anhöhe stehen der mittelalterliche Torre Santa Maria und die Pfarrkirche Santa Maria Assunta. Von dort bietet sich ein außergewöhnlicher Blick auf die Bassa Mesolcina und die umliegenden Berge. Dorfstruktur und Aussicht gehören damit zu verschiedenen Seiten des Orts: enge Verbindungen zwischen den Gebäuden und ein weiter Blick über das Tal.

Turm, Kirche und geführte Besichtigung

Der Torre Santa Maria wurde Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet. Der fünfeckige Bergfried ist von architektonischen Vorbildern aus Nordmittelfrankreich inspiriert. Beherrschend über dem Misox gelegen, war der Turm Teil eines Systems zur territorialen Kontrolle. Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta ist bereits seit 1219 dokumentiert. Santa Maria selbst war das religiöse und politische Zentrum des gesamten Calancatals. Die Baugeschichte des Turms und die frühe Erwähnung der Kirche setzen unterschiedliche historische Akzente.

Bei der geführten Besichtigung von Santa Maria im Parco Val Calanca stehen historische Bauwerke im Mittelpunkt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Wer den Ortsbesuch planen möchte, sollte diese Bedingung vorab berücksichtigen; eine Besichtigung ohne Anmeldung ist damit nicht zugesagt.

Wanderwege mit unterschiedlichen Planungsangaben

Die erste Etappe der Via Calanca führt von Grono nach Santa Maria und ist 4 km lang. Der Sentiero Alpino Calanca verläuft von San Bernardino nach Santa Maria und folgt offiziellen Wegen der Schwierigkeit T3. Für diesen Weg sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, gute körperliche Verfassung und Kenntnis der Gefahren im Gebirge erforderlich. Er lässt sich in drei oder vier Etappen aufteilen. Als Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route sind die unbewarteten Hütten Pian Grand, Ganan und Alp di Fora sowie die Capanna Buffalora genannt; prüfen Sie die Verfügbarkeit der Hütten vor der Abreise.

Damit stehen für zwei Wege verschiedene Angaben im Vordergrund: Für die erste Etappe der Via Calanca ist eine Länge ausgewiesen, beim Sentiero Alpino Calanca sind zusätzlich die T3-Klassifikation, die Anforderungen und eine mehrtägige Aufteilung beschrieben.

Der Via Panoramica Bolada Trek beginnt in Santa Maria. Sein höchster Punkt liegt an der Kapelle Sant’Antonio de Bolada auf 1.674 m ü. M. Die Kapelle steht an einem Weg, der von der ViaCalanca abzweigt und von Santa Maria nach Braggio führt.

Weitere Möglichkeiten vor Ort

Der Startplatz Bald auf den Monti di Santa Maria liegt auf 1.218 m und ist für Gleitschirm- und Deltaflüge ausgewiesen. Von Santa Maria aus führt der Zugang über eine Straße oder mit dem Postauto und anschließend zu Fuß in 20 Minuten. Flugbedingungen und Zugang sollten Sie vor der Nutzung lokal prüfen, denn Wetter und saisonale Straßenverhältnisse können den Zugang beeinflussen.

Auch die Landschaft prägt den Charakter des Ortes: Santa Maria weist ein mediterranes Klima auf und ist durch einen ausgeprägten Bestand an Kastanienbäumen gekennzeichnet. Das Grotto Baita in Santa Maria bietet Gerichte mit Aussicht auf die Mesolcina. Erkundigen Sie sich vor der Anreise, ob das Angebot verfügbar ist.

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