Eine Burg auf einer Felsrippe, eine ausschließlich mit Wasserkraft betriebene Hammerschmiede und ein Naturraum mit Wald, Riet und Tümpeln geben Sennwald mehrere unterschiedliche Entdeckungsrichtungen. Zur politischen Gemeinde gehören Sennwald, Frümsen und Sax am südöstlichen Fuß des Alpsteins sowie Haag und Salez in der Rheintalebene.
Burgruine Hohensax und die Geschichte des Orts
Die Burgruine Hohensax liegt auf einer Felsrippe oberhalb von Sax, auf etwa 750 Metern Höhe und rund 300 Meter über dem Rheintal. Der Standort gehört zur politischen Gemeinde Sennwald. Die Ruine ist ein beliebtes Ausflugsziel. 2008 wurde sie wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, nachdem sie aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Die Angaben zu Lage und Höhe helfen, den markanten Standort zwischen Sax und Rheintal einzuordnen. Urkunden erwähnen Sennwald in den Jahren 820 und 1351. Um 1200 errichteten die Freiherren von Sax in erhöhter Lage die Burg Forstegg.
Schmiede, Museum und Kirche
Die Alte Hammerschmiede in Sennwald funktioniert ausschließlich mit Wasserkraft und ist schweizweit einzigartig. Besichtigungen sind während des Betriebs möglich; richten Sie Ihren Besuch daher nach dem Betrieb der Schmiede. Hier stehen Handwerk und die besondere Antriebsart gemeinsam im Mittelpunkt.
Das Textil- und Heimatmuseum befindet sich in einem typischen Rheintalerhaus aus dem 17. Jahrhundert. Einst lebten dort Taglöhner, Kleinbauern und Weber. Zu den gezeigten Dingen gehören eine Web- und Spinnstube, ein Sticklokal mit Rahmenpantograph, eine Sennküche sowie eine Hammerschmiede beziehungsweise Werkstatt. Auch eine Mühle aus Sax von 1797 ist Teil der Sammlung. Ein Modell zeigt Schloss Forstegg, wie es um 1630 aussah. Besuche im Museum sind nach Vereinbarung möglich; stimmen Sie den Termin vor Ihrer Anreise ab.
Auch die evangelisch-reformierte Kirche erzählt von mehreren historischen Schichten. Sie war einst dem heiligen Gallus geweiht; ihr Patrozinium geht auf die Adelsfamilie von Sax zurück, die im 13. Jahrhundert eng mit dem Kloster St. Gallen verbunden war. Nach dem Brand von 1499 entstanden beim raschen Wiederaufbau der heutige Chor und der untere Teil des Kirchturms. Die 1991 freigelegten Wandmalereien im Chor stammen wahrscheinlich aus der Zeit zwischen 1531 und 1565; darunter sind ältere Bilder aus der Zeit um 1500 erkennbar. In der Kirche kann außerdem eine erhaltene Mumie besichtigt werden. Klären Sie die örtlichen Besichtigungsmöglichkeiten vor Ihrer Anreise.
Natur, Themenwege und Aussicht
Das Niederholz liegt zwischen den national bedeutenden Flachmooren Mösli/Schachen 536 und Tüfmoos 537. Sein Lebensraummosaik umfasst Waldstücke, Rietflächen, Tümpel, Hügel, Felsblöcke und muldenartige Hohlformen. Diese unterschiedlichen Landschaftsformen bieten Lebensräume für wertvolle Pflanzen und Tiere.
In Frümsen führt der Baumnuss-Weg als rund fünf Kilometer langer Rundweg an beschilderten Nussbäumen vorbei. Für die Runde ist eine Gehzeit von etwa zwei Stunden angegeben. Auf Wunsch sind fachkundige Führungen zu einem frei wählbaren Baumnuss-Thema möglich. Eine andere Perspektive eröffnet der grenzüberschreitende Dreiländerweg „Bewegung – Begegnung“, der unter Beteiligung der Gemeinde Sennwald eingerichtet wurde. Als Kulturweg ist er auf bestehenden Asphalt-, Kies- und Wiesenwegen ausgeschildert. Entlang der Strecke gibt es 16 ausgewiesene Verweilorte mit Informationstafeln zu den jeweiligen Orten.
Auch die Bergbahn Frümsen–Staubern setzt einen eigenen Zeitmaßstab: Die Fahrt vom Rheintal nach Staubern dauert weniger als acht Minuten und überwindet 1.250 Höhenmeter. Vom Dorf Frümsen zur Talstation gehen Sie etwa sieben bis zehn Minuten zu Fuß. Bei Staubern bietet die Bergbahn ein Panorama über vier Länder. Zusammen zeigen diese Angebote unterschiedliche Möglichkeiten, Sennwald und seine Umgebung zu erleben – von einer mehrstündigen Runde zu Fuß bis zur kurzen Bergbahnfahrt mit großem Höhenunterschied.
Weitere Reiseziele entdecken: Sevelen, Grabs, Wartau, Buchs, Gams.
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