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Sevelen bietet unterschiedliche Entdeckungen: einen Rundweg an einem Bergbach, das begehbare Kunstobjekt GedankenBerg und historische Spuren von der frühen Besiedlung bis zur Rheinbrücke. Der Ort liegt im Rheintal westlich von Vaduz an der Grenze zu Liechtenstein. Zur politischen Gemeinde gehören neben dem gleichnamigen Dorf die Weiler Rans, Oberräfis, St. Ulrich, Välsli und Glaat am Rand der Rheinebene sowie Einzelhöfe am Osthang der Alvierkette. Sevelen bezeichnet damit sowohl das Dorf als auch eine Gemeinde mit mehreren Weilern und Einzelhöfen.

Der Schluchtenweg am Bergbach

Der Schluchtenweg ist ein 5,1 Kilometer langer Rundweg mit einer Gehzeit von etwa zwei Stunden. Sie können ihn am Parkplatz Glat oder in der Ortsmitte bei der Zivilschutzanlage beginnen. Entlang des Weges folgt die Route über Treppen und Brücken einem schäumenden Bergbach; am Bach sind Gletschermühlen zu sehen. Die 16 Stationen greifen Heil, Segen und Gefahren des Wassers auf.

Kunst und saisonaler Zugang am GedankenBerg

Auf einer leichten Anhöhe oberhalb von Sevelen liegt der Kunstpark GedankenBerg, geschaffen von Gert Gschwendtner und Mali Gubser. Er ist ein begehbares Kunstobjekt und dient als Ort zum Verweilen und für subtile Erfahrungen. Seine 18 Stationen bringen skulpturale Elemente, Felszeichnungen, Figuren, architektonische Versatzstücke und Texte mit geologischen Strukturen, Pflanzen und dem umgebenden Panorama in Dialog. Die natürlichen Formen und die Kunst sind dabei gemeinsam Teil des Erlebnisses.

Der GedankenBerg ist vom 1. April bis zum 1. November täglich von 09:00 bis 20:00 Uhr öffentlich zugänglich; der Eintritt ist frei. Prüfen Sie diese saisonalen Zugangszeiten vor Ihrer Reise noch einmal. Die etwa zweistündige Gehzeit gilt für die Runde; der GedankenBerg ist innerhalb seiner Saison täglich von 09:00 bis 20:00 Uhr zugänglich.

Kirche, Rheinbrücke und Baugeschichte

Die Kirchengründung von St. Johannes geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Die Kirche wurde mehrfach um- und neu gebaut; Gründungszeit und Baugeschichte sind also zwei unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte. Auch die Rheinbrücke Vaduz–Sevelen erzählt von mehreren Jahren und Bauphasen. Die heutige Brücke geht auf eine 1870/71 nach den Plänen des Regionalingenieurs Peter Rheinberger errichtete Brücke zurück. 1900/01 wurde die Rheinbrücke erneut in Fachwerkbauweise und im Howe-Stil mit Bretterschirm und Dach errichtet. Insgesamt ist sie 135 Meter lang.

Herrenberg und ältere Spuren

Auf dem Storchenbühl ließ der Churer Bischof Heinrich III. von Montfort im 13. Jahrhundert eine Burg errichten, die mit Herrenberg verbunden ist. Zu den sichtbaren Resten gehören ein Mauerzahn eines Turms, schwache Mauerspuren der Kernburg und ein breiter Graben. Heute ist das Burgareal Teil einer begehbaren Kunstinstallation.

Die überlieferten Spuren reichen weiter zurück als die Burg. Archäologische Funde auf Sonnenbühl, Geissberg und Dachsenboden belegen eine Besiedlung zwischen 4000 und 1800 v. Chr. Der Ortsname „Sevellin“ ist seit 1160 belegt; der Weiler Rans wird bereits 842/843 erwähnt. Zusammen geben diese Namen und Zeitangaben verschiedene Einblicke in die Geschichte des Dorfes und der umliegenden Gemeinde.

Weitere Reiseziele entdecken: Gams, Wartau, Buchs, Grabs, Sennwald.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Werdenberg.

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