Auf einer Terrasse inmitten hügeliger Landschaft liegt das Dorf Neuheim. Hier treffen Einblicke in die Technikgeschichte des Kantons Zug auf eine lange Kirchengeschichte und den Blick über die Hügel des Zugerlands bis zur Alpenkette. Für die Planung bietet der Ort sowohl konkrete Kulturziele als auch Wege und Plätze im Freien.
Technikgeschichte im Zuger Depot
Das Zuger Depot Technikgeschichte vermittelt die Militär-, Technik-, Verkehrs-, Feuerwehr- und Industriegeschichte des Kantons Zug. Sie finden es an der Sihlbruggstrasse 51 in Neuheim. Das Depot ist zu Fuss, mit dem Velo, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto erreichbar; vor Ort stehen Parkplätze zur Verfügung. Da sich die Park- und Zugangsregelungen ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Hinweise.
Führungen im Zuger Depot können von April bis Oktober gebucht werden; ausserdem öffnet das Depot zweimal im Jahr seine Tore. Prüfen Sie vor der Planung die konkreten Termine, besonders wenn Sie Ihren Besuch an eine Führung oder einen Öffnungstag knüpfen möchten.
Ein historisches Fahrzeug des Depots ist der Orion: Von 1904 bis 1913 beförderte er Passagiere von Zug über Baar nach Menzingen. Bis heute ist der Orion fahrtüchtig; ob er bei einem Besuch zu sehen ist, kann variieren. Seine Route macht den Wandel des Verkehrs im Kanton an einem konkreten Beispiel greifbar.
Kirchengeschichte und geschützte Denkmäler
In Neuheim gab es bereits 1173 eine erste Kirche. Ihr alter Turm wurde in die heutige Pfarrkirche integriert, die 1666 der Muttergottes geweiht wurde. Lange Zeit war die Pfarrkirche ein Marienwallfahrtsort und zog Pilgerinnen und Pilger an. So lässt sich die Ortsgeschichte an mehreren zeitlich weit auseinanderliegenden Stationen ablesen: an der ersten Kirche, am erhaltenen Turm und an der späteren Wallfahrtstradition.
Die Friedhofkapelle, das Beinhaus St. Josef und Maria sowie die Kapelle St. Wendelin in Neuheim sind im Kanton Zug als geschützte Denkmäler verzeichnet. St. Wendelin liegt am alten Verkehrsweg vom Übergang über die Sihl – Babenwag beziehungsweise Sihlbrücke – über den Gubel ins Ägerital. Im Renaissance-Altarbild der Kapelle ist die Muttergottes zwischen dem heiligen Wendelin und der heiligen Notburga dargestellt. Auch der Alte Falken gehört zur Ortsgeschichte: Er gilt als Zeuge der Verdichtungsphase Neuheims während der Seidenweberei im 19. Jahrhundert.
Josef Gütsch und Wege im Freien
Vom Josef Gütsch reicht der Blick über die sanften Hügel des Zugerlands bis zur Alpenkette. Von der Bushaltestelle Neuheim Dorf erreichen Sie den Aussichtspunkt über einen kurzen, rund 15-minütigen Fussweg. Mit dem Auto ist die Anfahrt über den Parkplatz Lindenhalle möglich; prüfen Sie vorab die aktuellen Parkhinweise.
Über dem Josefsgütsch verläuft ein Rundwanderweg. An diesem Weg befindet sich ein Kleinspielplatz mit einer Schaukel für kleine Kinder. Vom Spielplatz aus können Erwachsene während des Kinderspiels die Aussicht geniessen. Damit verbindet dieser Ort einen Spaziergang mit einem Aufenthalt am Aussichtspunkt, ohne dass dafür eine längere Wanderung vorausgesetzt ist.
Der Spielplatz Chilematt bietet Elemente zum Klettern, Balancieren, Schwingen und Rutschen; dazu gehören ein Sandkasten, ein Kletterturm, Schaukeln und Rutschbahnen. Ein nahe gelegener Unterstand ermöglicht auch bei nasser Witterung einen Besuch. Am Begegnungsplatz gibt es einen neu gestalteten, halb gedeckten Bereich mit Sitzmöglichkeiten und einem Cheminée. Dort kann auch Boccia gespielt werden.
Landschaft und Ortswahl
Neuheim liegt in einer Moränenlandschaft zwischen der Lorze und der Sihl. Das Dorf selbst befindet sich auf einer Terrasse in hügeligem Gelände. Die Moränenhügel zwischen Menzingen, Neuheim und Hirzel stehen unter nationalem Schutz. Diese geografischen Bezüge geben dem Ort einen ländlichen Rahmen, während der Aussichtspunkt Josef Gütsch die Landschaft bis zur Alpenkette erschliesst.
Das Dorf liegt abseits vom Durchgangsverkehr. Zug, Luzern und Zürich sind dank der verkehrsgünstigen Lage schnell erreichbar. Bei der Wahl einer Ferienwohnung können daher sowohl der Standort im Dorf als auch die schnelle Erreichbarkeit dieser Städte eine Rolle spielen.
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