Steinhausen im Kanton Zug bietet mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: einen grossen Erholungswald mit einem besonderen Bodenpfad, lokale Festtraditionen und Spuren einer langen Ortsgeschichte. So können Sie je nach Interesse Natur, Bewegung und Kultur in den Mittelpunkt Ihrer Zeit in der Gemeinde stellen.
Wald, Wege und ein besonderer Bodenpfad
Der Steinhauser Wald umfasst 70 Hektaren und damit beinahe ein Siebtel der Fläche von Steinhausen. Gemäss dem kantonalen Waldentwicklungsplan ist er als Erholungswald klassiert. Zu den konkreten Möglichkeiten im Wald gehören Feuerstellen und ein Vita-Parcours; am Waldsee gibt es einen Spielplatz. Die Wanderung durch den Steinhauserwald ist für die ganze Familie geeignet und auch mit einem Kinderwagen begehbar. Damit lässt sich die Wanderung als eigene Option betrachten, neben dem Spielplatz oder dem Parcours als anderen Formen, den Wald zu nutzen.
Ein besonderes Thema setzt der Bodenpfad Steinhauserwald: Er bietet schweizweit das grösste Umweltbildungsangebot zum Thema Boden in freier Natur. Wer sich für Boden und Umweltbildung interessiert, findet hier einen klaren Schwerpunkt, der über einen gewöhnlichen Waldspaziergang hinausgeht. Zusammen mit den ausgewiesenen Freizeitangeboten macht gerade diese thematische Verbindung den Steinhauser Wald zu einem wichtigen Naherholungsgebiet.
Feste und Fasnacht
Auch das waldstock - open air spektakel gehört zum wiederkehrenden Kulturleben von Steinhausen. Jedes Jahr findet das Festival an drei Tagen auf einer Wiese am Rand des Steinhauser Waldes statt. Musik, Film, Artistik und Partys prägen das Programm. Wenn Sie Ihren Aufenthalt mit dem Festival verbinden möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstage des jeweiligen Jahres, bevor Sie Ihre Reise darauf abstimmen.
Eine andere lokale Tradition ist die Steinhauser Fasnacht. Der Steigrind entstand in den 1970er-Jahren, als die Schule und ihre Lehrkräfte die zuvor eingeschlafene Strassenfasnacht in Steinhausen wiederbelebten. Bei der Fasnacht wird ein Oberhaupt gewählt: den Steivater oder die Steimutter. Diese Person führt die Fasnacht ein Jahr lang an; erstmals übernahm Jakob Fähndrich das Amt im Jahr 1985. Die Entstehung des Steigrinds und das jährlich wechselnde Oberhaupt zeigen zwei verschiedene Seiten derselben Tradition: ihren Wiederbeginn und ihre fortlaufende Organisation.
Ortsgeschichte und räumliche Orientierung
Eine Kirche in Steinhausen ist erstmals 1173 in einer Urkunde als Eigentum des Klosters St. Blasien im Schwarzwald nachgewiesen. Auch das Zentrum Chilematt hat eine eigene Baugeschichte: Ernst Gisel realisierte es zwischen 1978 und 1981 als Pionierprojekt. Der Chilemattgarten ermöglicht generationenübergreifende Begegnungen; seine Benutzung ist kostenlos. Geschichte, Architektur und gemeinschaftliche Nutzung geben dem Aufenthalt damit weitere Anknüpfungspunkte neben Wald und Festkultur.
Steinhausen ist eine kleine, moderne Gemeinde im Kanton Zug. Für 2018 wird die Einwohnerzahl mit etwa 10.000 angegeben. Im Süden grenzt Steinhausen an Zug, im Osten an Baar und im Westen an Cham. Im Norden schliesst der Kanton Zürich an, dort mit den Gemeinden Knonau und Kappel am Albis. Auch die Höhenlage lässt sich genau einordnen: Der tiefste Punkt liegt bei 417 m ü. M. im südlichen Zipfel, der etwa 500 m vom Zugersee entfernt ist. Der höchste Punkt liegt bei 529 m ü. M. bei Dreimarchen im nördlichsten Teil. Diese Orientierung beschreibt die Spannweite des Gemeindegebiets, ohne Steinhausen mit einer Lage unmittelbar am See gleichzusetzen.
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