Die Wanderung von Zug nach Walchwil führt durch Laub- und Tannenwälder und bietet Ausblicke auf Rigi und Pilatus. Planen Sie dafür etwa 2 Stunden und 45 Minuten ein. Blühende Kirschbäume begleiten den Weg; außerdem besteht die Möglichkeit, sich unterwegs im See abzukühlen.
Wanderwege, Winter und Bewegung am See
Eine weitere Route verläuft bis zu 20 Kilometer parallel zum Ostufer des Zugersees, über Walchwil bis ins schwyzerische Arth-Goldau. Eine andere Wanderoption führt über den Walchwiler Berg durch den Wald bis zur Lienisberg-Höhe. Von oben bietet die höhere Route einen Blick auf das Zuger Chriesiland. Damit stehen sowohl ein Weg entlang des Seeufers als auch eine Route durch den Wald mit Aussicht zur Wahl.
Im Winter kann man auf den zum Zuger-Walchwilerberg gehörenden Loipen langlaufen. Für Bewegung außerhalb der Wanderwege bietet der Vita Parcours bei der Ausseregg einen Bewegungspfad, dessen Nutzung sich nach den persönlichen Bedürfnissen ausrichten lässt.
Am südlichen Ende von Walchwil liegt das Seebad Walchwil. Dort können Sie schwimmen und auf der Wiese entspannen. Der Spielplatz Usseregg verfügt über eine extra breite Rutschbahn, Platz zum Ballspielen und Klettern sowie einen kreativen Bereich mit Wasserpumpe und Stauvorrichtungen. Da sich Ausstattungsdetails bei einer Renovierung ändern können, lohnt sich vor einem geplanten Besuch ein aktueller Check.
Kirchen, Pilgergeschichte und Kultur
Die katholische Pfarrkirche liegt im Zentrum des Dorfes. Die heutige Kirche ersetzte 1838 ein Gotteshaus, das zwischen 1663 und 1666 erbaut worden war. Auch die Kapelle St. Antonius von Padua erzählt von der örtlichen Kirchengeschichte: Sie wurde ab 1684 errichtet und 1693 geweiht. Ihr Altarbild malte der Einsiedler Pater Rudolf Blättler 1884. Es zeigt, wie Maria dem heiligen Antonius von Padua erscheint und ihm das Jesuskind zur Umarmung reicht. Die Kapelle ersetzte ein älteres Bildstöcklein, das dem Einsiedler Antonius gewidmet war.
Die reformierte Kirche befindet sich an einem der schönsten Aussichtspunkte der Gemeinde. Das Buschenchappeli steht unter Denkmalschutz; seine Entstehung dürfte in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts fallen. Ein historischer Pilgerweg führte von der Kapelle St. Adrian am Zugersee zwischen Walchwil und Arth entweder zum Kloster Gubel mit dem Gnadenbild «Maria Hilf» oder nach Maria Einsiedeln und verlief am Buschenchappeli vorbei.
Zur traditionellen lokalen Wirtschaft gehörten Fischerei sowie Obst- und Weinbau. Walchwils Entwicklung wurde ab 1852 durch die Dampfschifffahrt auf dem Zugersee und später durch die Eröffnung der Gotthardbahn am 30. Mai 1897 begünstigt. Eine andere Form des kulturellen Erlebens bietet die jährlich wiederkehrende Freie Bühne auf dem Dorfplatz Walchwil. Ihr Programm reicht von Traditionellem und Klassischem bis zu Originellem und Gewagtem; die konkrete Auswahl kann je Ausgabe variieren.
Unterwegs in Walchwil
Der Ortsbus Walchwil verkehrt auf einem Rundkurs: vom Bahnhof Walchwil über die Hinterbergstrasse bis zur Aesch und weiter durch die Forchwaldstrasse ins Oberdorf. Wenn Sie eine konkrete Fahrt planen, prüfen Sie bitte den Fahrplan.
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