Mittelalterliche Fresken, die Geschichte der Medizin, archäologische Funde und Wege entlang von Kanälen geben Padua unterschiedliche Gesichter. Für die Wahl eines Hotels bietet sich an, den Aufenthalt nach den eigenen Interessen auszurichten, statt alle Themen gleich zu gewichten. Auch die Ankunft lässt sich planen: Vom Bahnhof gelangen Sie bequem zu Fuß ins Stadtzentrum.
Fresken, Hallen und religiöse Kunst
Im Palazzo della Ragione treffen Architektur und Malerei aufeinander. Sein Bau begann 1218; er zählt zu den größten freitragenden Hallen Europas. Der mittelalterliche astrologische Freskenzyklus umfasst 333 Bildfelder. Heute dient der Palazzo als Ort für Ausstellungen und kulturelle Begegnungen und hat eine zentrale Rolle im öffentlichen Leben von Padua.
Ein anderer Zugang zur Malerei eröffnet sich in der Scrovegni-Kapelle: Giotto malte sie zwischen 1303 und 1305 aus. Die Fresken erzählen Episoden aus dem Leben der Jungfrau Maria und Christi und gipfeln in einem monumentalen Jüngsten Gericht. Die Kapelle ist Teil von Padova Urbs picta; zu diesem Zusammenhang gehören sieben weitere Monumente mit bedeutenden malerischen Zeugnissen von vergleichbarem künstlerischem Wert.
Auch die Baugeschichte der Basilica del Santo reicht weit zurück: Ab 1231 entstand sie als Erweiterung der älteren Kapelle mit den sterblichen Überresten des heiligen Antonius. In der heute Cappella delle Benedizioni genannten Kapelle schuf Giotto im ersten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts Fresken. Das Oratorio di San Giorgio wurde vollständig von Altichiero da Zevio ausgemalt; seine Fresken zeigen Szenen aus dem Leben Jesu sowie Geschichten über den heiligen Georg, die heilige Lucia und die heilige Katharina. Die Basilica di Santa Giustina wiederum wurde als Friedhofsbasilika zu Ehren der Märtyrerin Giustina aus Padua errichtet. Ihre Baugeschichte reicht von der frühchristlichen Zeit ohne Unterbrechung über die Renaissance hinaus.
Medizin, Archäologie und Pflanzenwelt
Das MUSME widmet sich der Geschichte der Medizin, von einer alten Disziplin bis zur modernen Wissenschaft, mit besonderem Schwerpunkt auf der medizinischen Schule von Padua. Das Museum verbindet eine traditionelle Sammlung von Fundstücken mit einem modernen Science Centre. Antike Objekte, interaktive Exponate, Videos und multimediale Spiele erläutern den menschlichen Körper in der Reihenfolge, in der seine Geheimnisse im Lauf der Jahrhunderte entdeckt wurden. Das Museum befindet sich im Monumentalkomplex des ehemaligen Ospedale di San Francesco Grande. Dieses erste städtische Krankenhaus von Padua wurde 1414 errichtet.
Im Museo Archeologico dokumentieren 14 Säle die Siedlungskontinuität im Gebiet von Padua, von der Vorgeschichte bis zur römischen Zeit. Der Garten der Biodiversität setzt einen anderen Schwerpunkt: Seine Gewächshäuser simulieren tropische, subhumide, gemäßigte und aride Klimazonen. Dort werden rund 1.300 Pflanzenarten kultiviert, die die Pflanzenwelt unseres Planeten repräsentieren. Die Museen und der Garten bieten so unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt, der sich eher an Kunst und Geschichte oder an Medizin und Natur orientiert.
Zu Fuß unterwegs und lokale Produkte
Für eine längere Pilgerroute führt der Cammino di Sant’Antonio über 25 Kilometer zwischen Camposampiero und Padua und zeichnet die letzte Reise des heiligen Antonius nach. Nahezu die gesamte Strecke ist ein Fußweg; prüfen Sie die Routenbedingungen vor dem Aufbruch. Pilger, die den Weg abschließen, erhalten in der Sakristei der Basilica eine lateinische Bescheinigung mit der Unterschrift des Rektors. Da sich die Abläufe für die Bestätigung ändern können, ist eine vorherige Nachfrage sinnvoll.
Eine andere Wegoption ist der Anello fluviale di Padova, eine leichte Wanderung, die an den Porte Contarine beginnt und kurz darauf die Scrovegni-Kapelle erreicht. Der Weg führt am künstlichen, 11 Kilometer langen Kanal Piovego, an den venezianischen Stadtmauern und am Universitätsviertel entlang und anschließend an den Kanälen San Gregorio und Scaricatore. Im Vergleich zum 25 Kilometer langen Cammino stehen hier die benannten Kanäle, die Stadtmauern und das Universitätsviertel im Mittelpunkt; die beiden Wege unterscheiden sich damit sowohl in ihrer beschriebenen Länge als auch in ihrem Charakter.
Für einen Eindruck von lokalen und regionalen Produkten bietet sich der Mercato Sotto il Salone an. Er liegt unter dem Palazzo della Ragione und gilt als ältestes Handelszentrum der Stadt. Die große Auswahl umfasst Käse, Wurstwaren, Schinken, Fleisch, Fisch, Wein sowie Obst und Gemüse; einzelne Produkte können variieren.
Weitere Reiseziele entdecken
Abano Terme, Albignasego, Anguillara Veneta, Arquà Petrarca, Baone, Cinto Euganeo, Este, Monselice, Montegrotto Terme, San Siro, Teolo, Torreglia, Treponti, Villa Di Teolo, Villalta, Stanghella, Rubano, Piove Di Sacco, Padua, Ospedaletto Euganeo, Mira, Mestrino, Maserà Di Padova, Limena, Conselve, Cittadella, Camposampiero, Campodarsego, Bovolenta, Santa Maria, Ponte San Nicolò, Carmignano Di Brenta, San Giorgio In Bosco, Levada, Vo', Valle San Giorgio, Villanova Di Camposampiero, Montagnana, Piazzola Sul Brenta, Galzignano Terme, San Giorgio Delle Pertiche, Cadoneghe, Borgoricco, Noventa Padovana, Piombino Dese, Saccolongo, Curtarolo, Cornoleda, Lozzo Atestino, Vigonza, Boara Pisani, Masi, Due Carrare, Bassa, Fontaniva, Ronchi Di Campanile, Codevigo, Pernumia, Brugine, Trebaseleghe, Sant'antonio, Rovolon, Busiago, San Martino Di Lupari, Megliadino San Vitale, Bagnoli Di Sopra, Terradura, Sant'elena, Pontelongo, Pelosa, Vescovana, Selvazzano Dentro, Casette, Feriole, Solesino, Fornace Laterizi, Massanzago-Ca' Baglioni, Sant'angelo Di Piove Di Sacco, Vigodarzere, Conche, Sarmeola, Correzzola, Lissaro, Agna, Legnaro, Casalserugo, Tribano, Polverara, Grantorto, Ghetto, Cartura, Loreggia, Santa Margherita, Villa del Conte, San Giorgio In Brenta, Saletto, Campodoro, Pontecasale, Sant'Urbano, San Salvaro, Granze, Pozzonovo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Venetien.